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Die Rummelsberger

19.06.2017

Neue Anlaufstelle für Senioren und Angehörige

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen Hilfe erhalten – Stundenweise Betreuung im Mühlhofer Stift

Bayreuth – Wenn Angehörige pflegebedürftig werden, ist das nicht nur für sie als Pflegefall eine harsche Umstellung im Alltag, sondern auch für ihre Angehörigen. Was gilt es nun zu wissen, was ist wie zu organisieren und vor allem an wen soll man sich bei Fragen und Problemen wenden?

Die Gesellschaft wird älter, und das Wissen darüber ist besonders dann wichtig, wenn die Themen Pflege und Betreuung dazukommen. Die Rummelsberger Diakonie, die am Wittelsbacherring das Mühlhofer Stift betreibt, hat jetzt eine zusätzliche Anlaufstelle geschaffen, um pflegebedürftigen Senioren und ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

„Viele Menschen sind mit einer solchen Situation überfordert“, erzählte Hannelore Birner, die die Arbeit in der Beratungsstelle koordiniert, „weil sie von jetzt auf gleich damit konfrontiert sind. Umso unkomplizierter möchten wir es den Betroffenen machen, sich Informationen und Unterstützung zu suchen.“ Nicht nur Beratungsgespräche möchte Hannelore Birner anbieten, sie arbeitet auch darauf hin, einen ehrenamtlichen Unterstützerkreis aufzubauen, um pflegende Angehörige zu entlasten. Nach einer intensiven Schulung verbringen die Ehrenamtlichen je  nach Vereinbarung mehrere Stunden zu Hause bei den Senioren, damit die Angehörigen Arztbesuche, Behördengänge, Einkäufe oder Termine erledigen können und die pflegebedürftige Person gut versorgt und betreut wissen. 

Die Ehrenamtlichen erhalten für ihren Dienst eine Aufwandsentschädigung. Zudem wird es auch die Möglichkeit geben, die pflegebedürftigen Personen stundenweise in eine Betreuungsgruppe zu geben. „Dafür nutzen wir dann die Räumlichkeiten im Mühlhofer Stift selbst“, so Hannelore Birner. Sie arbeitet schon seit 38 Jahren für die Rummelsberger Diakonie, und die Wichtigkeit der Zuwendung an Senioren und ihre Angehörigen kenn sie aus langen Jahren Erfahrung als gerontopsychiatrische Fachkraft. „Es gibt viel zu wissen und viel zu organisieren. Ich freue mich darauf, ein Netz für Menschen zu knüpfen.“

Bei der Feierstunde zur Eröffnung der Beratungsstelle betonen sowohl Diakon Elmar Gehringer als auch Stadträtin Beate Kuhn und Pfarrerin Andrea Nehrung, dass das Team des Mühlhofer Stifts seit vielen Jahren mit Herz, Einsatz, Geduld, großer Kompetenz und dem Willen zum Helfen sehr engagiert arbeitet. „Umso mehr freut es mich, dass es hier eine niederschwellige Anlaufstelle gibt, wenn es einfach daheim nicht mehr weiter geht“, so Beate Kuhn. „Dieses Angebot zur Entlastung und zur Beratung ist einfach Gold wert.“

 

Der Artikel erschien im Original im Nordbayerischen Kurier. Klicken Sie hier

 

 

Von: Anne Müller

Freude über die neue Beratungsstelle: Koordinatorin Hannelore Birner (links), Diakon und Leiter des Mühlhofer Stifts Elmar Gehringer und Christine Meyer, Leitung der Ambulanten Dienste der Rummelsberger Altenhilfe. Foto: Andreas Harbach