Keyvisual
10.03.2016

Bundesbehinderten-Beauftragte besucht Werkstatt und Haus Schmeilsdorf

Bewohner wünschen sich kleinere Wohngruppen – Rummelsberger Diakonie fordert von Politik finanzielle Unterstützung bei der Dezentralisierung von Komplexeinrichtungen.
Von: Bettina Nöth

Die Bundesbehinderten-Beauftragte, Verena Bentele (Mitte), erkundigte sich über die Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen der Rummelsberger Diakonie in Schmeilsdorf: Sie sprach mit Beschäftigten, darunter auch Werkstatt- und Bewohnerrat Daniel Groh (ganz rechts). Zudem besuchte sie das Haus Schmeilsdorf, in dem 90 Menschen mit Behinderung leben. Foto: Jürgen Gärtner/Bayerische Rundschau

Schmeilsdorf – Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, hat am Montag die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und das Haus Schmeilsdorf in Oberfranken besucht. Die Bewohnerräte forderten bei einem Gespräch mit der blinden Interessensvertreterin, die mehrfache Paralympics-Siegerin ist, kleinere Wohngruppen mit Einzelzimmern, die über ein Bad verfügen. Im Haus Schmeilsdorf leben derzeit knapp 90 Bewohner mit Behinderung.

Das Wohnheim der Rummelsberger Diakonie wurde in den 1970er-Jahren gebaut. Es liegt in einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Mainleus, ist schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. „Wir würden gerne mitten in die Gemeinde ziehen. Doch wir brauchen mehr finanzielle Unterstützung bei der Dezentralisierung von Komplexeinrichtungen wie dem Haus Schmeilsdorf“, forderte Fritz Glock, Regionalleiter der Rummelsberger Diakonie. „Die Politik findet Inklusion wichtig – aber im Sozialsystem wird zu wenig Geld zur Verfügung gestellt“, kritisierte er anlässlich des Besuchs von Verena Bentele.

Im Januar hatten die Diakonie Bayern und der Deutsche Caritasverband Landesverband Bayern die bayerische Sozialministerin Emilia Müller (CSU) aufgefordert, die Wohlfahrtsverbände bei der Dezentralisierung ihrer Komplexeinrichtungen und dem Bau barrierefreier Wohnungen für Menschen mit Behinderungen finanziell zu unterstützen.

Um neue gesetzliche Anforderungen zu erfüllen, müsste das Haus Schmeilsdorf in den kommenden Jahren aufwändig umgebaut werden. Statt einer teuren Sanierung würde die Rummelsberger Diakonie lieber in kleine, zentral gelegene Wohngruppen in der Gemeinde Mainleus investieren. Fritz Glock und die Bewohner des Hauses Schmeilsdorf hoffen, dass die Behinderten-Beauftragte der Bundesregierung ihre Forderungen mit nach Berlin nimmt.

-Schriftgröße+
BundesschülerfirmenCONTEST

Schülerfirma Holz und Wurm

Die Schülerfirma "Holz und Wurm" des Sonderpädagogischen Förderzentrums Altdorf nimmt an dem bundesweiten Wettbewerb teil.

Unterstützen Sie das Team der Schülerfirma durch Ihre Stimme. Klicken Sie  hier
(Dort erhalten Sie auch weitere Informationen über den Wettbewerb).


Diakonie Bayern: Deine Perspektiven für Ausbildung und Beruf

Sie sind hier: Rummelsberger Diakonie > Detail
Druckversion/NurText-VersionDruckversion