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15.02.2016

Ein Fahrrad zum Durchstarten in Deutschland

In der neuen Fahrradwerkstatt am Fassoldshof lernen junge Flüchtlinge, wie man ein altes Rad repariert. Die Bikes ermöglichen den Jugendlichen, eigene soziale Kontakte zu knüpfen und zu halten.
Von: Stefanie Dörr

Miran Kret. Foto: Daniel Becht/RD

Mainleus/Fassoldshof – Schnee ist selten geworden in deutschen Wintern. Zum Leidwesen aller Skisportler – zur Freude der Fahrradfahrer. Seit kurzem ist auch Miran Kret begeisterter Biker. Der 14-jährige Iraker lebt in einer Wohngruppe für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge der Rummelsberger Diakonie am Fassoldshof in Mainleus. „Im Juni kam ich auf den Fassoldshof. Seit September gehe in die Mittelschule in Mainleus. Über den Sommer habe ich hier Radfahren gelernt und bin ins Freibad oder zum Fußballspielen gefahren. Leider waren die Räder oft kaputt und dann musste ich weit laufen.“

In der Fahrradwerkstatt der Rummelsberger Diakonie am Fassoldshof hat sich Miran Kret nun ein eigenes Rad zusammengebaut. Sein Betreuer, Daniel Becht, selbst leidenschaftlicher Biker und ehemaliger Fahrradladenbesitzer, öffnet jeden Montag die Fahrradwerkstatt. Gemeinsam mit den Jugendlichen bastelt er an deren Rädern: Vom Felgen- oder Luftschlauchwechsel über den Einbau einer neuen Bremsanlage bis hin zur Einfräsung des Steuerkopfes. Daniel Becht kennt sich aus und das nötige Werkzeug ist vorhanden. Zwischen 13 und 17 Uhr steht der Pädagoge seinen Schützlingen mit Rat und Tat zur Seite und packt auch mal mit an. „Grundsätzlich erkläre ich ihnen aber, wie sie die Schäden selbst beheben können“, sagt der Erzieher.

So lernen die insgesamt 18 jugendlichen Flüchtlinge, die derzeit auf dem Fassoldshof leben, ihre Räder selbst in Schuss zu halten. Die Bikes sind für sie ein Schlüssel zur Integration. Damit können sie zum Sportverein, in die nahe Stadt oder zu Freunden fahren. „Es ist toll. Jetzt habe ich sogar ein eigenes Fahrrad, das ich zusammen mit meinem Betreuer in der Fahrradwerkstatt zusammengeschraubt habe. Das war nicht einfach, hat aber großen Spaß gemacht. Jetzt kann ich auch über den Winter hinweg zu meinem Schulfreund fahren“, freut sich Miran Kret.

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