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25.01.2016

Rummelsberger Diakonie fördert männliche Erzieher

10 Prozent Männeranteil in den 19 Einrichtungen in Nürnberg und Umland
Von: Andrea Wismath

Drei Männer, eine Berufung (v.li.): David Nagel, Patrick Schöpfer und Robert Stein arbeiten im Kindergarten Luise der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg. Foto: Andrea Wismath

Nürnberg – Noch vor einigen Jahren arbeitete kaum männliches Betreuungspersonal in Kindergärten und Kinderkrippen. Heute sieht das Bild ein wenig anders aus. Immer mehr Männer entscheiden sich dafür, in der frühkindlichen Bildung zu arbeiten. In den 19 Kindertagesstätten der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg und im Nürnberger Land betreuen derzeit 173 aktiv Mitarbeitende rund 1300 Kinder vom Säuglingsalter bis zum Ende der Grundschule. Unter den 173 Mitarbeitenden sind 18 Männer – ein Anteil von gut 10 Prozent.

„Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Dorothée Schmidt, Dienststellenleitung Kinder und Familien. „Ich finde es sehr wichtig, dass auch männliche Kollegen bei uns arbeiten.“ In einem sich wandelnden Elternbild benötigten Kinder nicht nur zuhause ein männliches Gegenüber, sondern auch in Einrichtungen der Pädagogik. Auch Olaf Forkel, fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, begrüßt es, dass immer mehr männliche Mitarbeitende in den Kinderbetreuungseinrichtungen der Rummelsberger arbeiten: „Wir fördern ausdrücklich Männer, die sich dazu entscheiden, als Erzieher oder Kinderpfleger arbeiten zu wollen.“

Im Kindergarten Luise der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg arbeiten gleich drei Männer: David Nagel und Robert Stein als Erzieher, Patrick Schöpfer als Kinderpfleger. Als Robert Stein vor etwa zehn Jahren seine Ausbildung begann, seien Männer in diesem Beruf noch „sehr exotisch“ gewesen. Und auch er konnte sich anfangs nicht vorstellen, mit kleinen Kindern zu arbeiten. „Ich dachte damals: Ich will etwas Cooles machen.“ In der Bauecke zu sitzen, kam ihm damals wenig verlockend vor, deswegen entschied er sich zunächst für die Arbeit mit Jugendlichen.

Was hat ihn zum Umdenken bewegt? „Ich bin klüger geworden“, sagt der 35-Jährige, der heute Vater zweier Kinder ist. „Früher habe ich eher mich gesehen.“ Und da kam ihm ein Arbeitsalltag, in dem er mit Jugendlichen in der Stadt unterwegs ist, spannender vor als die Bauecke. Heute sitzt er dort gern mit den Kindern.

Alle drei haben die Erfahrung gemacht, dass Freunde auf ihren Berufswunsch eher zurückhaltend reagiert haben. „Viele haben gesagt: Das ist so super, dass du das machst. Aber ich würde es nicht machen“, erinnert sich Robert Stein. Einige seien wegen des vergleichsweise geringen Verdiensts skeptisch gewesen, stimmt David Nagel zu. „Aber wenn es mir ums Geld ginge, hätte ich das nicht gemacht.“ Er empfindet es ebenso wie seine beiden Kollegen als Privileg, „in Menschen zu investieren“, wie er sagt, und die Entwicklung der Kinder zu sehen.

Auch Kindergarten-Leiterin Rita Kleinlein schätzt ihre drei männlichen Mitarbeiter sehr. Seit 2000 habe sie immer einen Mann im Team gehabt. „Aber drei sind ein Luxus.“ Für die Kinder stellen die drei einen „wichtigen Gegenpol“ dar, da viele ohne Vater aufwachsen und sehr viel mit Frauen konfrontiert seien. „Gerade die großen Kinder lieben es, mit den dreien zu toben.“

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