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28.01.2016

Rummelsberger Diakonie und Handwerkskammer kooperieren

Ziel ist es, junge Flüchtlinge erfolgreich in Ausbildung zu bringen
Von: Andrea Wismath

Der Auszubildende Manuel Wintergerst zeigt Matthias Wagner (Leiter des Berufsbildungswerks Rummelsberg), Thomas Pirner (Präsident der Handwerkskammer Mittelfranken), Olaf Forkel (fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für junge Menschen), Prof. Dr. Elmar Forster (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Mittelfranken) und Karl Schulz (Vorstandsmitglied der Rummelsberger Diakonie) (v.li.) eine der Maschinen in der Werkhalle. Foto: Andrea Wismath

Rummelsberg – Die Rummelsberger Diakonie und die Handwerkskammer Mittelfranken wollen in Zukunft enger kooperieren. Ziel ist es, gemeinsam Konzepte zu entwickeln, wie man minderjährige Flüchtlinge in Ausbildung bringen kann. Hintergrund ist zum einen der sich immer stärker abzeichnende Fachkräftemangel, zum anderen aber auch die notwendige Integration der vielen jungen Flüchtlinge. „Der Zugang zu Bildung und Ausbildung ist der Schlüssel“, betonte Karl Schulz, Vorstandsmitglied der Rummelsberger Diakonie, bei einem ersten Treffen mit Thomas Pirner, Präsident, und Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Mittelfranken.

„Wir wollen Perspektiven schaffen“, betonte Matthias Wagner, Leiter des Berufsbildungswerks (BBW) Rummelsberg. Wagner berichtete den Gästen der Handwerkskammer von den vielfältigen Möglichkeiten, die das BBW und die Ausbildungsbetriebe der Jugendhilfe für junge Menschen mit besonderen Bedarfen bieten – darunter Arbeitserprobungen, 40 verschiedene Ausbildungsberufe und Begleitung durch Fachdienste. „Ich stelle immer wieder fest, dass überall Ressourcen fehlen, wir diese Ressourcen aber haben“, so Olaf Forkel, fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für junge Menschen. Das Problem besteht darin, dass es aktuell aus förderrechtlichen Gründen nur eingeschränkt möglich ist, junge Flüchtlinge in berufsvorbereitenden und in Ausbildungsmaßnahmen zu fördern. Obwohl hier die notwendigen Strukturen für eine besondere Unterstützung vorhanden sind, die die jungen Menschen aufgrund ihrer Fluchterfahrung und der mangelnden Sprachkenntnisse benötigen.

Um hier pragmatische Lösungen zu finden, einigten sich die Beteiligten darauf, dass Handwerkskammer und Rummelsberger Diakonie in Zukunft in den drei Bereichen Berufsorientierung, Potentialanalyse und interkulturelle Kompetenz eng zusammenarbeiten werden. „Es besteht eine große Bereitschaft seitens der Betriebe, Flüchtlinge in Ausbildung zu bringen“, sagte Prof. Dr. Elmar Forster. Wichtig sei allerdings, dass die jungen Menschen auch ausbildungsfähig seien. Um das zu klären, können Fachleute der Rummelsberger Diakonie hinzugezogen werden, die beispielsweise bei Problemen in den Betrieben vermitteln, aber auch mithilfe von Arbeitserprobungen feststellen, für welche Berufe die Flüchtlinge geeignet sind.

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