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29.01.2016

Rummelsberger Diakonie würdigt Einsatz für Kinder und junge Flüchtlinge

Diakon Werner Pfingstgraef feiert 30, Brigitte Stief feiert 25 Jahre Dienstjubiläum

Olaf Forkel, Mitglied der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für junge Menschen (RDJ) (rechts) und Dorothee Schmidt, Sprecherin der RDJ (links) überbrachten den Jubilaren Glückwünsche: Diakon Werner Pfingstgraef und Brigitte Stief.

Die Ehrenurkunde des Freistaates Bayern für das 25-jährige Dienstjubiläum überreichte Olaf Forkel, Mitglied der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, an Brigitte Stief, Dienststellenleitung stationäre Hilfen im Kinderheim St. Michael in Fürth.

Olaf Forkel und Diakon Werner Pfingstgraef. Alle Fotos: Patrick Wolf / RD

Fürth – Diakon Werner Pfingstgraef, Leiter des Fachbereichs Migration und Flüchtlinge bei der Rummelsberger Diakonie, hat sein 30-jähriges Dienstjubiläum, Brigitte Stief, Leiterin der stationären Angebote im Kinderheim St. Michael in Fürth, hat ihr 25-jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Im Rahmen einer Feierstunde würdigte Olaf Forkel, Mitglied der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, das Engagement der beiden Mitarbeiter für Kinder, Jugendliche und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Diakon Werner Pfingstgraef: Unser Auftrag sind sichere Perspektiven für junge Flüchtlinge
Diakon Werner Pfingstgraef (55), Leiter des Fachbereichs Migration und Flüchtlinge, arbeitet seit 30 Jahren bei der Rummmelsberger Diakonie. Olaf Forkel, Mitglied der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, würdigte den Erzieher und Heilpädagogen als "Impulsgeber und Motor" des Fachbereichs. Diakon Werner Pfingstgraef ist für die konzeptionelle Weiterentwicklung der Rummelsberger Einrichtungen in der Flüchtlingshilfe und die entsprechende fachpolitische Vertretung gegenüber Ministerien, Behörden und anderen Organisationen zuständig.

Diakon Werner Pfingstgraef arbeitete seit 1985 als Erzieher und Gruppenleiter in der pädagogisch-therapeutischen Intensiveinrichtung in Rummelsberg. Von 1994 bis 2001 war er als Erziehungsleiter und stellvertretender Gesamtleiter am Fassoldshof in Oberfranken für 90 Jugendliche in stationären Wohngruppen und den angeschlossenen schulischen Einrichtungen zuständig. Anschließend übernahm der Vater zweier Söhne bis 2011 die Leitung des Bereichs "Schüler und Auszubildende" in der Jugendhilfe Rummelsberg.

"Im vergangenen Jahr haben wir es mit mancher Holprigkeit geschafft, für viele Jugendliche eine Herberge anzubieten", sagte der Leiter des Fachbereichs Migration und Flüchtlinge. In sechs Clearingstellen in ganz Bayern betreut die Rummelsberger Diakonie derzeit 186 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, in drei Schutzstellen gibt es weitere 108 Plätze. Zudem bietet die Rummelsberger Diakonie Wohngruppen für jugendliche Flüchtlinge an 23 Standorten in Bayern mit derzeit 382 Plätzen an. Diakon Werner Pfingstgraef sorgt sich um die künftige Versorgung der Schutzsuchenden. Von der Politik forderte er, Nachbesserungen bei der bundesweiten Verteilung von jugendlichen Flüchtlingen umzusetzen. Bei der vorläufigen Inobhutnahme von Jugendlichen müssten fachliche Standards berücksichtigt werden. Gesundheitliche Gründe und familiäre Zusammenhänge sollten bei der Festlegung des künftigen Wohnorts der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge eine Rolle spielen, forderte Pfingstgraef. Darüber hinaus "müssen Angebote für junge Volljährige geschaffen werden, damit diese mit Hilfe fachlicher Begleitung eine sichere Zukunftsperspektive entwickeln können", betonte er. Das Jahr 2016 steht für den Experten für Flüchtlingsfragen unter dem Motto "Integration": "Um die vielen jungen Flüchtlinge in unsere Gesellschaft aufzunehmen, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Politik, Sozialverbänden und der Bevölkerung."

Brigitte Stief: Die Weiterentwicklung der stationären Jugendhilfe vorangetrieben

Brigitte Stief (53), Leiterin der stationären Angebote im Kinderheim St. Michael in Fürth, hat ihr 25-jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Olaf Forkel, Mitglied der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, würdigte ihr langjähriges Engagement, insbesondere die Weiterentwicklung der Angebote der stationären Jugendhilfe. Im Kinderheim St. Michael betreuen rund 75 Mitarbeiter etwa 100 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 19 Jahren.

"Trotz des Trägerwechsels und unsicherer Zukunftsperspektiven hast du es geschafft, den Betrieb aufrecht zu erhalten", bedankte sich Olaf Forkel für 25 Dienstjahre. Vom ersten Tag an habe er gespürt, dass es im Kinderheim St. Michael einen guten Geist für die Arbeit mit den Kindern gäbe. Der Zusammenhalt und das Durchhaltevermögen in der Vergangenheit seien eine gute Basis für die stetige Weiterentwicklung der Angebote der stationären Jugendhilfe. "Alles was nicht mehr wächst, stirbt", zitierte Olaf Forkel ein chinesisches Sprichwort. Brigitte Stief sagte, sie sei dankbar für alle guten Erfahrungen, wenngleich es „manchmal eine Herausforderung ist, den Mitarbeitenden sichere Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern zu bieten und gleichzeitig notwendige Veränderungen und Entwicklungen voranzubringen und zu integrieren“.

Seit 1991 arbeitet die Sozialpädagogin im Kinderheim St. Michael in Fürth, das damals noch unter der Trägerschaft des "Lutherischen Vereins für weibliche Diakonie e. V." stand. Brigitte Stief baute in dieser Zeit unter anderem eine heilpädagogische Wohngruppe auf. Anfang 2012 übernahm die Rummelsberger Diakonie die Einrichtung, in der die 53-Jährige 2013 die Dienststellenleitung für die stationäre Jugendhilfe übernahm.

Über die Rummelsberger Diakonie
Die Rummelsberger Diakonie gehört mit mehr als 5.700 Mitarbeitern zu den großen sozialen Dienstleistern in Bayern. Sie versteht sich als Sprachrohr für die Schwachen. Unter dem Motto "Menschen an Ihrer Seite" begleitet und unterstützen die Mitarbeiter der Rummelsberger Diakonie neben Kindern, Jugendlichen, Familien, Menschen mit Behinderung und Senioren auch Flüchtlinge. Patrick Wolf / RD

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