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22.01.2016

Studierende der EVHN wollen Flüchtlingen Orientierung bieten

In Kooperation mit der Rummelsberger Diakonie entstand eine Informationsbroschüre
Von: Andrea Wismath

Über drei Semester haben (v. li.) Maria Forkel, Carina Wagner, Jutta Happel und Sarah Rothfritz im Rahmen ihrer Projektarbeit eine Informationsbroschüre für junge Flüchtlinge erstellt. Foto: Andrea Wismath

Nürnberg – Junge Flüchtlinge haben viele Fragen, wenn sie hier ankommen: Wann beginnt die Schule, wie funktioniert das Asylverfahren, wo finde ich einen Arzt? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Broschüre „Herzlich willkommen in Nürnberg“, die vier Studentinnen der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) gemeinsam mit Experten der Rummelsberger Diakonie entwickelt haben. Auf 16 Seiten haben Sarah Rothfritz, Carina Wagner, Jutta Happel und Maria Forkel Informationen im handlichen Format zusammengefasst, die den jungen Menschen den Alltag in Deutschland erleichtern sollen. Die Broschüre richtet sich in erster Linie an Flüchtlinge, die auf dem Sprung von der Gemeinschaftsunterkunft in die Selbständigkeit sind.

Maria Forkel hatte bereits mit Flüchtlingen gearbeitet, die von der Rummelsberger Diakonie betreut werden. „Viele haben immer wieder ähnliche Fragen“, ergänzt ihre Kommilitonin Carina Wagner. „Uns war es wichtig, dass die jungen Menschen etwas in die Hand bekommen.“ Also quasi Hilfe zur Selbsthilfe. Denn, so berichtete Olaf Forkel, fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, bei der Vorstellung der Broschüre: „Den pädagogischen Mitarbeitern in den Einrichtungen fehlt oft die Zeit.“ So entstand vor etwa einem Jahr die Idee, als Projektarbeit über drei Semester gemeinsam mit der Rummelsberger Diakonie als externem Partner eine Informationsbroschüre zu erarbeiten.

Arbeit hat sich gelohnt
Sehr intensiv sei die Arbeit gewesen, sagt Carina Wagner. Vorgesehen sind etwa 100 Arbeitsstunden für die Projektarbeit an der EVHN, die vier Frauen haben aber eher 250 Stunden pro Kopf in die Broschüre gesteckt. Eine Arbeit – die sich gelohnt hat: Professor Dr. Karl Titze, Leiter des Studienschwerpunkts Soziale Arbeit mit Familien, sagt: „In der Broschüre steckt deutlich mehr Arbeit drin, als man auf den ersten Blick sieht.“ Alle vier Studentinnen haben die Note 1,0 für die Projektarbeit bekommen.

Sie sind sich sicher, dass die Informationen, die sie mithilfe vieler Gespräche mit den Fachleuten der Rummelsberger Diakonie zusammengetragen haben, den Flüchtlingen weiterhelfen. Um das sicherzustellen, haben die vier ihre Broschüre von capito Nordbayern, dem Kompetenzzentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie, in leichte Sprache übersetzen und anschließend testen lassen. Grafisch umgesetzt wurde die Broschüre von Mitarbeitenden des Berufsbildungswerks Rummelsberg am Außenstandort „Areal K3“ in Nürnberg.

Die Studentinnen freuen sich sehr, jetzt ihr „Werk“ in Händen zu halten. 2.500 Exemplare wurden gedruckt und sollen nun in den verschiedenen Einrichtungen der Rummelsberger in Nürnberg und Umland verteilt werden. Die Beteiligten können sich gut vorstellen, dass man das Konzept der Broschüre auch auf andere Gegenden ausweitet. Denn die Kernbotschaft bleibt gleich: „Die wichtigste Information ist mit Sicherheit: Wir heißen dich willkommen und sehen dich als Mensch. Wir tun alles, um dich zu unterstützen“, fasst Olaf Forkel zusammen.

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