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15.02.2016

Von Dornröser bis zur Wolkenstadt

Studierende der Rummelsberger FakS präsentierten Medien-Projekte

Sie bestimmen unseren Alltag, erleichtern die Arbeit und den Austausch von Gedanken, unterhalten. Computer, Tablett, Handy - dass es ein Leben mal ohne sie gab, können sich junge Leute heute gar nicht mehr vorstellen. Nur zu leicht verfällt man ihrer Faszination, lässt sich berieseln, ist passiver Konsument. Dass man sie auch aktiv zum kreativen Gestalten und spielerisch in der Pädagogik einsetzen kann, das erprobten angehende Erzieherinnen und Erziehern an der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS) in ihrer Medienpädagogik-Woche.

Medienkompetenz in Theorie und Praxis stand als Oberbegriff über diesem Lerninhalt der beiden Studienkurse. Neben einem Theorieteil über Medienkonsum und -erziehung von Heranwachsenden, beinhaltet diese Woche auch einen praktischen Teil. Dabei sollen die Studierenden verschiedene Medien und ihre Möglichkeiten in der Praxis kennen lernen, sie anwenden und sich selbst damit ausprobieren. Was so sachlich klingt, entpuppte sich bei der abschließenden Medienpädagogischen Präsentation in der FakS als kunterbunte Arbeiten, voller kreativer, lustiger, teils skurriler Ideen. Ob spannender Raubüberfall - er spielt in der FakS - mit Verfolgungsjagd und schrecklicher Vergeltung, der sich am Ende als Traum entpuppt, ob Trickfilm mit selbst gebastelten Figuren um eine dramatische Liebesgeschichte - schon die unterschiedlichen Auffassungen der Themen begeisterte.

In der Aula flimmerten mit Tablett oder Kamera aufgenommene Video-Clips und Stop Motion Filme über die Leinwand, gab es Comic und Computerspiel. Stop Motion - mit einzeln fotografierten und aneinander gefügten Fotos erinnern diese Filme stilistisch an die ersten, damals noch stummen und schwarz-weißen „laufenden“ Bilder. Einzige Vorgabe von FakS-Dozentin und Medienpädagogin Corinna Fahnroth waren die beiden Themen „Erwachen“ und „Grenzenlos“, um die sich die Werke inhaltlich drehen sollten. Kameraeinstellungen, Schnitt, Vertonung, Drehbuch - die große Begeisterung und das Engagement mit denen die jungen Leute zu Werk gingen, war deutlich zu spüren.

Wenn die drei kleinen Schweinchen Rosalie, Rudi und Robbi über den bösen Wolf triumphieren, dann war das wohl ein Traum, oder doch nicht? Eier und Steine dienten bei diesem Comic als Hauptdarsteller, in anderen Präsentationen spielten Äpfeln, Playmobilpuppen oder selbst gebastelte Figuren die Filmstars. Mit Stummfilmmusik, passenden Songs unterlegt oder mit lustigen Geräuschen vertont, gab es viel zu lachen. Besonders bei der märchenhaften Dornröschen-Adaption mit vertauschten Rollen: Der junge Dornröser („der Döser“) aus der FakS wird verzaubert und nur eine tapfere Prinzessin kann ihn erlösen.

Selbstverständlich endet auch „Dornröser“ glücklich, wenn auch anderes als erwartet. Gleich zwei Gruppen hatten sich mit dem Computerspiel „Minecraft“ beschäftigt, bei dem Spieler gemeinsam im kreativ Modus eine virtuelle Welt erschaffen können. Aus den unterschiedlichsten würfelförmigen Blöcken entstehen, vergleichbar dem bekannten Lego, virtuelle Gärten, Gebäude, Landschaften. Wie, das zeigten die Studierenden, beschrieben die Möglichkeiten und führten die Zuschauer durch ihre konstruierten fantastischen Orte wie die „Wolkenstadt“.
Medien - ein umfangreiches Thema, das sich ständig wandelt und weiter entwickelt. Ihre vielseitigen Möglichkeiten erkennen und nutzen, mit ihnen gestalten und aus der passiven in die aktive Rolle des Anwenders zu wechseln, war Ziel der Projektwoche. Ein Lerneffekt, der zudem noch viel Spaß gemacht hatte und bestimmt in die zukünftige pädagogische Arbeit der angehenden Erzieher/Erzieherinnen einfließt.
Dorothée Krätzer

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