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03.03.2016

„Wir sind Partner bei allen sozialen Fragen“

Diakonin Tina Lindörfer über Social Care, das neue Beratungsangebot der Rummelsberger Diakonie. Kostenlos erhalten Mitarbeiter des sozialen Trägers Unterstützung bei beruflichen und persönlichen Problemen. Auch Unternehmen können das Angebot künftig nutzen.
Von: Bettina Nöth

Diakonin Tina Lindörfer ist bei der Rummelsberger Diakonie für das neue Angebot Social Care zuständig. Mitarbeiter des sozialen Trägers erhalten kostenlose Beratung und Unterstützung bei beruflichen und privaten Problemen. Foto: Günter Distler

Frau Lindörfer, warum braucht es das neue Beratungsangebot – haben die 5.700 Mitarbeiter der Rummelsberger Diakonie besonders viele Probleme?

Diakonin Tina Lindörfer: Nein. Das Angebot Social Care zeigt vielmehr, was einem Unternehmen die eigenen Mitarbeiter wert sind. Die Rummelsberger Diakonie kümmert sich um ihre Mitarbeiter – nicht nur wenn es um die berufliche Laufbahn, sondern auch wenn es um deren Familie und private Probleme geht. Zum einen weil die Rummelsberger Diakonie ein familienfreundlicher Arbeitgeber ist, zum anderen weil man weiß: Hat ein Mitarbeiter persönliche Probleme, wirkt sich das auch auf seine Arbeitsleistung aus.

Also kostenlose Beratung und dafür produktivere Mitarbeiter?
In erster Linie sind noch zufriedenere Mitarbeiter das Ziel. Die Rummelsberger Diakonie zeigt mit diesem kostenlosen Angebot: Uns liegt an unseren Mitarbeitern, sie sind uns viel wert.

Wann können sich Mitarbeiter an Sie wenden?
Bei allen persönlichen und beruflichen Sorgen: bei der Organisation von Kinderbetreuung, bei Fragen der Kindererziehung, aber auch wenn es um die Pflege von kranken, alten oder behinderten Angehörigen geht; bei finanziellen Problemen oder Trauerfällen in der Familie. Allerdings bin ich kein Krisentelefon. Ich komme nicht nachts zu irgendwelchen Notfällen. Mein Ziel ist es, mit den Mitarbeitern langfristig gute Lösungen zu finden.

Sie sind also eine Art Coach?
Jein. Eher eine Kümmerin und Brückenbauerin. Ich habe einen Überblick darüber, wer der richtige Ansprechpartner ist innerhalb der Rummelsberger Diakonie. Ich bringe die Leute zusammen. Am Ende helfen Mitarbeiter Mitarbeitern. Ich greife auf das Expertenwissen und die Erfahrung zurück, die wir über viele Jahre in der Rummelsberger Diakonie gesammelt haben.

Wie läuft eine Social-Care-Beratung ab?
Die Beratung ist vertraulich. Niemand muss Angst haben, dass der Chef mitbekommt, wenn man private Probleme hat. Der Erstkontakt erfolgt über eine Emailanfrage oder ein Telefonat. Oft kann ich dann bereits zu einem konkreten Ansprechpartner weitervermitteln und einen Termin mit diesem vereinbaren. Wenn die Problemlage komplexer ist, vereinbare ich ein Treffen, um herauszufinden, worum es geht. So ein Treffen kann in meinem Büro in Nürnberg oder an einem neutralen Ort, zum Beispiel in einem Café stattfinden.

Das Beratungsangebot gilt zunächst nur für Mitarbeiter der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg...
Ziel ist, Social Care Stück für Stück für alle Mitarbeiter der Rummelsberger Diakonie in ganz Bayern auszuweiten. Geplant ist auch, das Beratungsangebot Firmen anzubieten.

Welchen Vorteil hätten Unternehmen davon?
Wir helfen Firmen, ein guter Arbeitgeber zu sein. Auch Wirtschaftsunternehmen haben ein Interesse, dass ihre Mitarbeiter bei beruflichen oder persönlichen Problemen Hilfe bekommen. Neben der Beratung für Mitarbeiter werden wir auch Vorträge, Veranstaltungen und regelmäßige Sprechstunden rund um die Themen Gesundheit, Pflege oder Teamentwicklung anbieten. Zudem können Firmen Dienstleistungen bei uns kaufen, etwa für ihre Mitarbeiter ein Vorbelegungsrecht in einer unserer Kitas oder einem unserer Pflegeheime. Die Rummelsberger Diakonie als großer sozialer Träger hat in vielen Bereichen Angebote und viel Erfahrung. Wir wollen ein Partner für die Unternehmen sein bei allen sozialen Fragen.

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