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29.02.2016

Zum Abschied eine Autobahnausfahrt

Sonderschulkonrektor Hermann Hebeler verabschiedet

Rummelsberg-Altdorf. Lehrer zu sein, ist eine Berufung. Mit ihrem Vorbild und ihrer Pädagogik vermitteln Lehrer weit mehr als nur Wissen. Wir lernen für das Leben, heißt es und dazu zählt auch das Vermitteln von Werten für den Umgang miteinander. Einer, der dies 40 Jahre lang vorbildlich im Staatsdienst und fast annähernd so lange bei der Rummelsberger Diakonie (RD) tat, ging nun in den Ruhestand: Mit Wehmut und Bedauern im Herzen und vielen guten Wünschen für die schulfreie Zeit verabschiedete die Schule des Förderzentrums für Körperbehinderte der Rummelsberger Diakonie (Dienste für Menschen mit Behinderung) ihren langjährigen Lehrer und Kollegen, Sonderschulkonrektor Hermann Hebeler.

Gäste und Mitarbeitende, Schüler und Lehrer drängten sich in der Schulturnhalle, um Hermann Hebeler für sein großes Engagement während der vielen Jahre zu danken und manchem standen Tränen in den Augen. So unterschiedlich die Klassen und das Kollegium, so bunt fielen auch die Beiträge der Schulfamilie für und über den geschätzten Lehrer aus. „Sagen Sie jetzt nichts, Herr Hebeler“ hatte eine Klasse ihren amüsanten Beitrag überschrieben, bei dem ihm Schüler Fragen stellten. Beantwortet wurden sie durch Fotos, die den Lehrer in unbeobachteten Momenten und typischen Posen während gemeinsamer Unternehmungen und im Schulalltag zeigten. In diesem Fall sagten diese mehr als die sprichwörtlichen 1000 Worte. Eine andere Klasse beschenkte ihn mit einer „Überlebenskiste“, in die sie neben Nützlichem für den Ruhestand (unter anderem ein selbst genähtes Ruhestandskissen und eine Hängeaufbewahrung aus Hemdtaschen) auch Erinnerungen an die Schule eingepackt hatten. Musikalisch und lyrisch, humor- und schwungvoll dankten ihm seine Lehrerkolleginnen und -Kollegen, vom Elternbeirat Manuela Seidel sowie die Schulleitung zusammen mit dem Sekretariat.
Aus allem sprach die große Beliebtheit und Wertschätzung, der sich der Geehrte erfreute, der mit seiner Persönlichkeit, den liebenswerten Eigenheiten, Herzlichkeit und Anteilnahme die Schule jahrzehntelang mitgeprägt hatte. Oder, wie es Schulleiter Andreas Kasperowitsch humorvoll in seiner, persönlich gefärbten, Begriffssammlung „ohne Anspruch auf Vollständigkeit“ anmerkte: Schulleiter, Unterrichtsgänge, Fotolabor, Schulfotografie, Mehrtagesfahrten, Organisation, Notizzettel, Stundenpläne, Kulturkarte, Wikingautos, Jazz, Discjockey, Freundeskreis Wichernhaus, Holland, Betreuungslehrer… Hebeler sei in erster Linie für Kinder und Eltern da gewesen. „Zum Wohl und der ganzheitlichen Förderung der Schüler“ - mit großem Einsatz, uneingeschränkter Loyalität, konstruktiver Kritik, wohltuendem mitmenschlichem Umgang und mittragender christlicher Grundhaltung.

Für die Diakonie dankte Wichernhausleiter Wilhelm Hammerschmidt dem Pädagogen ebenfalls herzlich. Ob als Schulleiter oder Pädagoge, bei Hebeler sei immer spürbar gewesenen, dass er Kinder und Jugendliche mit großem Engagement und Herz unterstützt habe. Als „einen analogen Typ“, charakterisierte ihn Stefan Eisele von der Mitarbeitervertretung, als „einen, der kommt und mit einem spricht“ - er habe das sehr geschätzt.

Als Dank der Diakonie überreichte Kasperowitsch gegen Ende der Feierstunde Hebeler das goldene Kronenkreuz der Diakonie. Und hatte noch eine besondere Würdigung in petto: nach Hebeler sei jetzt sogar eine Autobahnausfahrt (Hebelermeer) benannt. „Mehr geht nicht.“
Dorothée Krätzer

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