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Die Rummelsberger

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03.06.2020

Mit Erasmus+ ins Ausland

Auszubildende können sich Aufenthalt fördern lassen

Nürnberg – Wer an der Evangelischen Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) Nürnberg der Rummelsberger Diakonie studiert, hat viele Möglichkeiten, abgesehen vom Lernstoff neue Erfahrungen zu machen. Eine davon ist, einige Monate für ein Berufspraktikum ins Ausland zu gehen. Gefördert wird dies durch Unterstützung bei der Vorbereitung durch Dozentin Doris Steinbrück sowie finanziell durch eine Förderung über Erasmus+ durch die Europäische Union. Drei Studierende der FAKS haben 2019 die Chance ergriffen, Erfahrungen in Einrichtungen in Österreich und Irland zu sammeln.

Kathrin Faltermeier hat sechs Monate in Innsbruck verbracht. Sie arbeitete dort in einer Sonderpädagogischen Tagesstätte. Faltermeier sagt: „An meinem neuen Arbeitsplatz lernte ich die Kinder und Lehrer schnell kennen. Das Beobachten und Erfahren eines im Vergleich zu Deutschland anderen Schulsystems, ermöglichte mir neue Blickwinkel und Sichtweisen. In den sechs Monaten baute ich zu den Schülern sowie zu dem gesamten Kollegium eine intensive Beziehung auf. Noch immer stehe ich mit meinen Kollegen in Kontakt.“

Spannend für die angehende Erzieherin war vor allem, dass in Österreich Sonderschulen abgeschafft wurden. Das sei auch bei Lehrenden sowie den Schülerinnen und Schüler ein großes Thema gewesen. „Diese sechs Monate haben mich definitiv geprägt und zu dem Menschen gemacht, welcher ich jetzt bin. In dieser Zeit habe ich Freunde fürs Leben kennengelernt und tolle Erfahrungen gesammelt. Es haben sich mir neue Blickwinkel und Chancen eröffnet und ich konnte meinen Kompetenzhorizont erweitern.“

Leben und arbeiten mit Menschen mit Behinderung

Jakob Metschl und Ina Baumann haben sich für ein sechsmonatiges Berufspraktikum in Irland entschieden. Die beiden Studierenden arbeiteten in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Camphill Duffcarrig ist eine inklusive Dorfgemeinschaft, in der Menschen mit Behinderung mit freiwilligen Mitarbeitenden, sogenannten Co-Workern, zusammenleben und arbeiten. „Unsere Arbeit bestand neben der Betreuung der Bewohner in den Häusern daraus, in einem der acht Workshops – zum Beispiel Weberei, Garten, Farm, Töpferei – mitzuhelfen“, erzählen Metschl und Baumann.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, den irischen Dialekt zu verstehen und sich in einem fremden Land einzuleben, sammelten die beiden viele positive Erfahrungen und lernten viele Menschen kennen. „Wir können es nur jedem ans Herz legen, selbst die Erfahrung zu machen und das Berufspraktikum im Ausland zu verbringen. Wir denken gerne an die Zeit zurück und können es gar nicht erwarten unsere Leute wiederzusehen.“

Von: Andrea Höfig-Wismath

Mit einem Huhn auf Tuchfühlung: Im Camphill Duffcarrig gibt es auch eine Landwirtschaft. Eindruck aus Camphill Duffcarrig, Irland. Fotos: privat