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07.02.2020

Produzenten statt Konsumenten

Koinor Horst Müller Stiftung unterstützt die Ausstattung einer Medienwerkstatt in der Kinder- und Jugendhilfe in Rummelsberg.

Rummelsberg – Kein Jugendlicher, der heute ohne Smartphone ist. Um diese Lebenswelt zu begleiten und um den Jugendlichen medienpädagogisch auch andere Wege aufzuzeigen, hat das Jugendhilfezentrum in Rummelsberg einiges angeschafft, was für eine fortschrittliche Medienwerkstatt nötig ist.

Möglich war diese Anschaffung durch die großzügige Unterstützung der Koinor Horst Müller Stiftung, die 5.000 Euro für das Projekt gab. Willi Hepp, Vorstandsmitglied der Stiftung, besuchte mit seiner Frau Brigitte die Kollegen des Jugendhilfebereichs. „Ich finde diese Arbeit absolut sinnvoll und unterstützenswert“, fasst er zusammen. Nicht zum ersten Mal unterstütze die Stiftung Einrichtungen der Rummelsberger Kinder- und Jugendhilfe. Willi Hepp erinnert sich, wie diese Zusammenarbeit begann. „Ich wohne in Altdorf und bin häufig am Löhe-Haus vorbei spaziert, ohne zu wissen, was in dieser Einrichtung eigentlich gemacht wird. Und eines Tages habe ich einfach geklingelt und nachgefragt.“ Thomas Bärthlein, Regionalleiter der Jugendhilfe im Nürnberger Land, konnte damals alle Fragen beantworten – und tut das bis heute. Willi Hepp möchte es genau wissen: Er stellt bei den Treffen viele Fragen zum Konzept, zur Arbeit und zu den Zielen der Jugendhilfe. „Die Ziele sind so unterschiedlich wie die Jugendlichen“, erklärt Diakon Thomas Heinicke, Dienststellenleiter im Jugendhilfezentrum.

Roland Kopp, Arbeitserzieher im Pädagogisch-Therapeutischen Intensivbereich (PTI), sagt: „Mit Projekten, wie jetzt zum Beispiel dem medienpädagogischen Projekt, schaffen wir für die Kinder und Jugendlichen Ankerpunkte. Besondere Sachen, an die sie sich erinnern. Das hat ganz viel mit Beziehungsarbeit zu tun.“ Thomas Heinicke ergänzt: „Und diese zusätzlichen Projekte sind oft nicht refinanziert.“

Mit der Medienwerkstatt möchten die drei Kollegen vor allem eines erreichen: „Wir möchten die Jugendlichen sensibilisieren. Wie funktionieren Medien eigentlich? Kritisch das eigene Verhalten zu reflektieren, das ist der Hauptauftrag“, sagt Thomas Bärthlein. Nun steht noch die konzeptionelle Ausarbeitung an, die Gestaltung passender Räumlichkeiten. Viele Ideen sind allerdings schon da: kurze Videoclips gestalten, Filme bei den gemeinsamen Freizeitprojekten drehen und lernen, wie man Fotos bearbeitet. „Wir wollen die Jugendlichen zu Produzenten machen, statt Konsumenten“, erklärt Bärthlein. 

Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

Willi Hepp, Vorstandsmitglied der Koinor Horst Müller Stiftung (2.v.l.), begutachtet mit den Mitarbeitenden des Jugendhilfezentrums Rummelsberg die Materialien für die medienpädagogische Arbeit, die die Stiftung finanziert hatte. (Foto: Mühlendyck)