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Die Rummelsberger

09.02.2018

Kunst weckt Frühlingsgefühle

Kunsttherapeutin Christine Berger-Dienlin von der Rummelsberger Diakonie bietet im Gemeinderaum der Christuskirche in Lauf Collage-Workshops für Menschen mit und ohne Behinderung an

Nürnberger Land – „Unbeschwerte Momente – Frühlingsgefühle in meinem Leben“: Unter diesem Motto bietet Christine Berger-Dienlin (53), Kunsttherapeutin bei der Rummelsberger Diakonie, in der Christuskirche in Lauf Collage-Workshops für Menschen mit und ohne Behinderung aus dem Nürnberger Land an. Anmeldeschluss ist Montag, 26. Februar 2018.

Frau Berger-Dienlin, warum bieten Sie Collagenarbeit an?
Christine Berger-Dienlin:
Meiner Erfahrung nach ist diese Technik gut geeignet für Menschen, die sich im Kreativen ausprobieren wollen. Seit knapp einem Jahr biete ich meine Workshops für Klienten im Ambulant unterstützten Wohnen der Rummelsberger Diakonie an. Wir haben mit verschiedenen Techniken experimentiert. Die Arbeit mit Collagen hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonderen Spaß gemacht.

Warum öffnen Sie das Angebot für Menschen ohne Behinderung?
Berger-Dienlin:
In unserer heutigen Gesellschaft sind wir stark analytisch geprägt. Alles soll möglichst schnell gehen, dabei aber trotzdem perfekt sein. Im künstlerischen Tun gelten andere Regeln. In meinen Workshops geht es darum, mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Wir nehmen mit allen Sinnen wahr. Wir lernen, ein Gespür zu entwickeln, was uns gefällt und gut tut. Und dem einen Ausdruck zu geben. Davon profitieren Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen.

Collage-Workshops klingt nach basteln und kleben. Wie kommen hier alle Sinne zum Einsatz?
Berger-Dienlin:
Ich arbeite mit verschiedenen Techniken und Methoden. Natürlich ist das Aussuchen von Bildern aus Zeitschriften und das Aufbringen auf Papier ein Teil der Arbeit. Aber durch das Auswählen hat der Austausch mit dem Inneren bereits begonnen. Die Teilnehmer bestimmen Motive, die für Unbeschwertheit, Aufbruch und Wachstum stehen. Ich mache allen das Angebot, ihre Gedanken auch in Worten oder in einem kleinen lyrischen Text auszudrücken. Außerdem unterstütze ich jeden, der freier arbeiten will. Die Teilnehmer können mit Acrylfarben malen und kreativ sein. Außerdem setze ich kurze Bewegungsimpulse, damit die Ideen frei fließen können.

Müssen die Teilnehmer Voraussetzungen erfüllen?
Berger-Dienlin:
Nein, es kann jeder kommen, der Lust hat. Papier, Farben und Pinsel bringe ich mit. Wer möchte, kann zum ersten Treffen am Freitag, 2. März, um 15.30 Uhr ein Foto von sich mitbringen. Das kann in eine Collage eingebaut werden, muss aber nicht. Als Abschluss des Kurses organisiere ich eine kleine Werkschau und hoffe natürlich, dass alle überrascht und erfreut sind, was da mit ihren Händen entstanden ist.

Der Collage-Workshop findet im Rahmen des Freizeitprogramms der Offenen Behindertenarbeit im Nürnberger Land statt. Er besteht aus drei Treffen. Der erste Workshop ist am Freitag, 2. März 2018, von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Gemeinderaum der Christuskirche, Martin-Luther-Str.15, in Lauf. Der Kurs kostet insgesamt 6 Euro. Weitere Fragen beantwortet Christine Berger-Dienlin unter Telefon 0157 71 02 79 35; Anmeldung bitte per E-Mail an stratulat.karolin@rummelsberger.net.

Von: Heike Reinhold

„Unbeschwerte Momente – Frühlingsgefühle in meinem Leben“: Christine Berger-Dienlin (53), Kunsttherapeutin bei der Rummelsberger Diakonie, bietet in Lauf in der Christuskirche Collage-Workshops für Menschen mit und ohne Behinderung an. Foto: Rummelsberger Diakonie