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10.12.2019

Ein „besonnener Steuermann“ geht von Bord

Nach einem knappen Jahrzehnt bei der Rummelsberger Diakonie hat sich Dr. Günter Breitenbach in den Ruhestand verabschiedet

„Sie alle haben mein Leben reich gemacht.“ Mit diesen Worten hat sich Pfarrer Dr. Günter Breitenbach als Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie und Rektor der Rummelsberger Diakone und Diakoninnen in den Ruhestand verabschiedet. Gewandt waren seine Worte an die mehr als 650 Menschen in Nürnberg St. Sebald, die am 6. Dezember dem „besonnenen Steuermann“ (wie es Dr. Annekathrin Preidel, Präsidentin der Landessynode, ausdrückte) Lebewohl sagten. Darunter waren neben ranghohen Vertreterinnen und Vertretern aus Landeskirche und Diakonie (neben Preidel unter anderem Oberkirchenrat Stephan Reimers), sowie aus der Politik (unter anderem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Nürnbergs Stadtkämmerer Harald Riedel und Armin Kroder, Landrat im Landkreis Nürnberger Land) natürlich auch die Familie und langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter Breitenbachs sowie viele Mitarbeitende der Rummelsberger Diakonie.

Als „Unruhepol“, der stets in die Zukunft blicke, charakterisierte Vorstandskollege Harald Frei Breitenbach im zweiten Teil der feierlichen Verabschiedung im Nürnberger Rathaussaal. Frei und die weiteren Rednerinnen und Redner des Abends betonten Breitenbachs Stärke, sich auch gegen Widerstände klar zu den diakonischen Werten und seinen christlichen Überzeugungen zu bekennen. Erinnert sei beispielsweise an die „Zehn Thesen zur Flüchtlingsdiskussion“, die der Vorstand und der Aufsichtsrat der Rummelsberger Diakonie auf Breitenbachs Initiative hin im Sommer 2018 veröffentlicht haben. Erinnert sei auch an Breitenbachs „Vier-Felder-Bewirtschaftung“, wie es Dorothée Schmidt als Vertreterin der Leitenden der Rummelsberger Diakonie scherzhaft ausdrückte. Schmidt spielte damit auf die vier Dimensionen „diakonischer Geist“, „wirtschaftliches Handeln“, „kommunikative Kultur“ und „fachlicher Anspruch“ an, die Breitenbach und der gesamte Vorstand stets miteinander im Gleichgewicht zu halten versuchten.

Dr. Günter Breitenbach bleibt den Menschen in und um Rummelsberg nahe: Er wird weiterhin mit seiner Familie in Altdorf bei Nürnberg leben. Er ist in diesem Jahr Mitglied der Rummelsberger Brüderschaft geworden und plant außerdem, als Ehrenamtlicher am Therapiehof Leila der Rummelsberger Diakonie in Altdorf mitanzupacken.

Von: Andrea Höfig-Wismath

Pfarrer Dr. Günter Breitenbach (Mitte) bei seiner Entpflichtung als Rektor der Rummelsberger Diakone und Diakoninnen und damit auch als Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie im Kreis seiner Vorstandskollegin und Vorstandskollegen. Links im Bild Oberkirchenrat i.R. Detlev Bierbaum und Oberkirchenrat Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, Regionalbischof von Nürnberg und Aufsichtsrats-Vorsitzender der Rummelsberger Diakonie. Pfarrer Dr. Günter Breitenbach gegen Ende seiner offiziellen Verabschiedung in Nürnberg St. Sebald. Hier bereits ohne Rektorenkreuz. Hier die augenzwinkernd-traditionelle Interpretation der sieben Werke der Barmherzigkeit, inszeniert durch den Vertrauensrat der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg – mit ausschließlich männlichen Protagonisten... … und hier die Neuinterpretation der sieben Werke – inklusive Regenbogenflagge und mit weiblichen und männlichen Protagonistinnen. Stehender Applaus für einen „besonnenen Steuermann“: Pfarrer Dr. Günter Breitenbach mit seiner Frau Ruth Renner-Breitenbach und seinem jüngeren Sohn Philipp im Nürnberger Rathaussaal. Fotos: Simon Malik