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24.07.2017

Aktive Freunde zu Gast

Kiwanis-Club besuchte Wichernhaus Altdorf

Rummelsberg - Altdorf. Sie nennen sich Kiwanis, indianisch für „Wir haben Freude daran, aktiv zu sein“. Ein Motto, das die Mitglieder des Kiwanis-Clubs Nürnberg-Franken e. V. gemeinsam in die Tat umsetzen. Gezielt vor Ort und in der Region - aber auch international - unterstützen sie Kinder und Jugendliche, unter anderem das Altdorfer Wichernhaus, Förderzentrum für Körperbehinderte. Für sie mietete beispielsweise der Nürnberg-Franken-Club zuletzt einen ganzen Kinosaal und baute hier die erste Sitzreihe aus. So konnten die Kinder und jungen Leuten, die teils auf einen Rollstuhl angewiesen sind, einen großartigen Kinoabend verbringen, inklusive einer Einladung zum anschließenden gemeinsamen Essen. Als eine Art Dankeschön waren die Clubmitglieder jetzt für ihren Clubabend ins Wichernhaus eingeladen.

Neben dem Besuch einer Wohngruppe, Bogenschießen und anschließendem Picknick im Garten stand ein Rundgang durch das Wichernhaus, die ehemalige Universität von Nürnberg, als erster Punkt auf dem Besucherprogramm. Seit rund zehn Jahren besteht dieser Kontakt zwischen dem Altdorfer Wichernhaus, einer Einrichtung der Rummelsberger Diakonie, und dem Club. Eine Verbindung, die inzwischen zu vielen persönlichen Begegnungen führte. Denn einfach Geld zu geben reicht den Mitgliedern nicht. Für sie steht das freundschaftliche Für- und Miteinander mit kreativen Ideen, Einsatz und Unternehmergeist im Vordergrund.

Herzlich begrüßten Einrichtungsleiter Wilhelm Hammerschmidt, Heilpädagogin Marina Korinth (Fachdienst im Wichernhaus) und Markus Dippold die Gäste. Gemeinsam führten sie in einem kleinen Rundgang durch das historische Gebäude. Dippold kennt das Wichernhaus seit einigen Jahren als Internatsschüler. Der junge Mann fährt im Rollstuhl und machte an der Schule des Förderzentrums seinen Schulabschluss. Inzwischen besucht er die Fachoberschule in Nürnberg.

Während Korinth – sie organisierte die bisherigen Treffen von Wichernhausseite - die geschichtlichen Details schilderte, sprach Dippold vom Alltag im Wichernhaus. So erzählte er unter anderem von den Anforderungen, die ganz normale Abläufe an Menschen mit Behinderung stellen. Besonders deutlich vor Augen führte er dies beim Blick in die Küche der Wohngruppe 9, der sogenannten Selbständigen-Gruppe, die sich komplett selbst versorgt. Hier wohnen junge Leuten mit Körperbehinderung, die kaum Unterstützung benötigen. Doch obwohl die Küche für Menschen mit Behinderung eingerichtet ist, gelangt man auch hier aus dem Rollstuhl heraus nicht an alle Schränke, sind manche Abläufe nur schwer handhabbar.

Welche wichtige Rolle ein Sport wie Bogenschießen für Menschen mit Behinderung spielt, erfuhren die Clubmitglieder anschließend am Schießstand im Garten. Wer Lust hatte, konnte unter der Anleitung von Jürgen Reinfelder und der Wichernhaus Bogengruppe selbst versuchen, den Pfeil ins „Gold“ zu schießen. Beim geselligen Miteinander unterm Zeltdach klang dieser freundschaftliche Besuch-Clubabend aus.

Von: Dorothée Krätzer

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Historisches und aktuelles erfuhren die Mitglieder des Kiwanis Club Nürnberg-Franken von Fachoberschüler Markus Dippold (Mitte), hier bei ihrem Rundgang im Hof des Altdorfer Wichernhauses Fotos: Krätzer