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26.06.2017

Als Gast auf Erden wagen, was keiner wagt

Diakonin Elisabeth Peterhoff als Älteste der Diakoninnengemeinschaft und Mitglied des Vorstands der Rummelsberger Diakonie eingeführt

Rummelsberg – „Schön, dass du da bist!“ Diese Worte haben die Einführung von Elisabeth Peterhoff am Freitagnachmittag geprägt. Die Diakonin war bisher bei der „Arbeitsstelle kokon für konstruktive Konfliktbearbeitung in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern“ tätig und hat nun ihren Dienst als Älteste der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg als Nachfolgerin von Diakonin Andrea Heußner angetreten. In einem Gottesdienst wurde sie für ihren Dienst gesegnet. Diakonin Peterhoff wurde mit ihrer Einführung zugleich Mitglied des Vorstands der Rummelsberger Diakonie e.V.

„Hinhören, Erinnern an Gottes Gebote, ein klärendes Wort sprechen, so wie es die Richterin Deborah in der Bibel auch tut!“, beschrieb Rektor Dr. Günter Breitenbach Peterhoffs neue Tätigkeit in seiner Einführungsansprache. In ihrer Predigt bezog sich die neu Älteste auf den Psalm 8 und bezeichnete den Menschen als „Gast auf Erden“, der bei Gott jedoch Hausrecht hat. Mit diesem Hausrecht, so Peterhoff, gehe jedoch auch eine große Verantwortung für Gottes Schöpfung einher. Die Gleichberechtigung aller Menschen in ihrer Gottesebenbildlichkeit ist ein großes Anliegen der 52-Jährigen. Sie erinnerte an Katharina von Bora, die als erste bekannte Frau in der Geschichte von ihrem Ehemann Martin Luther gleichberechtigt behandelt worden sei. „Herr Käthe“ habe er sie liebevoll genannt und sie als Alleinerbin eingesetzt.

Bei der anschließenden Feier im Saal des Berufsbildungswerks Rummelsberg kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Diakonie und Landeskirche sowie aus den Gemeinschaften zu Wort. Regionalbischof und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Rummelsberger Diakonie e.V. Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche bezeichnete die lebendigen geistlichen Gemeinschaften als Teil des Rückgrats der Landeskirche. Auf die Zusammenarbeit mit Elisabeth Peterhoff freue er sich schon sehr, ebenso wie Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werks Bayern. Bammessel zitierte die jüdische Schriftstellerin Hannah Arendt: „Jeder Mensch steht an einer Stelle in der Welt, an der noch kein anderer vor ihm stand.“ Peterhoff werde ihr Amt ganz neu gestalten, so der Präsident der Diakonie Bayern.

Einen musikalischen Gruß überbrachte Diakon Martin Rösch für den Verband der Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland e.V. Er forderte sie mit einem Lied von Konstantin Wecker und Lothar Zenetti dazu auf, zu wagen „was keiner wagt“.

Harald Frei, Vorstandsmitglied der Rummelsberger Diakonie e.V., sprach einen Gruß im Namen des gesamten Vorstands. Auch er bediente sich musikalischer Referenzen, allerdings ohne selbst zu singen. Die Herren des Vorstands seien wie eine Band. Percussions, Klavier, Bass und Blechbläser kombinierten sich zu einer melodischen Mischung, die, so Frei, durch Elisabeth Peterhoff in Zukunft perfekt ergänzt werde.

Der Leiter der Brüderschaft, Diakon Martin Neukamm, äußerte ebenso wie die Pfarrerin der Kirchengemeinde Rummelsberg, Gabriele Gerndt, Freude darüber, in Peterhoff eine kompetente Kollegin gewonnen zu haben. Auch die Vertreterinnen der Gemeinschaften, Diakonin Jutta Meier für den Rat der Diakone und Diakoninnen, sowie Diakonin Harriet Tögel für den Vertrauensrat, freuen sich auf die Zusammenarbeit und wünschten der Ältesten das Beste für ihren Start in Rummelsberg.

Das letzte Wort hatte Elisabeth Peterhoff. Sie dankte allen Mitwirkenden, vor allem Diakonin Bärbel Issler, die während der Vakanzzeit die Aufgaben der Ältesten in Vertretung übernommen hatte. Die Begeisterung für ihre neue Aufgabe war Peterhoff anzusehen. Seit dem 1. Juni ist sie bereits im Amt. „Meine tollen Kolleginnen und Kollegen helfen mir perfekt beim Einarbeiten!“, freut sie sich auf die kommende Zeit.

Von: Arnica Mühlendyck

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Diakonin Elisabeth Peterhoff wurde als Älteste der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg und als Mitglied des Vorstands der Rummelsberger Diakonie eingeführt. Fotos: Arnica Mühlendyck und David Hartfiel