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17.12.2019

Den Hühnern beim Picken zuschauen

Tierpate oder Tierpatin am Erlebnisbauernhof am Auhof in Hilpoltstein werden

Hilpoltstein/ Lauf - Martina Steidl ist Schulbegleiterin bei der Rummelsberger Diakonie und arbeitet in der Lebenshilfe-Schule in Lauf-Schönberg. Die Sozialpädagogin begleitet im Rahmen ihrer Tätigkeit einen Schüler mit Autismus in seinem Schulalltag.

Martina Steidl ist aber auch Tierpatin am Erlebnisbauernhof am Auhof in Hilpoltstein. Wie eine Schulbegleiterin aus Lauf zu einem ehrenamtlichen Engagement in Hilpoltstein kommt? „Im Frühling 2018 war ein Flyer in der Lohnabrechnung zu diesem Projekt. Das hat mich gleich angesprochen“, erzählt Martina Steidl. „Zehn Euro im Monat kostet eine Tierpatenschaft erst mal. Über den Betrag habe ich nicht so nachgedacht. Man gibt so viel Geld für alle möglichen Sachen aus, da muss so etwas auch möglich sein.“ Im Sommer dieses Jahres waren alle Tierpatinnen und –paten auf den Erlebnisbauernhof eingeladen, um bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen und einer Führung über den Hof die Ergebnisse ihres Engagements zu begutachten.

Martina Steidl war erstaunt, dass nicht mehr Menschen dabei waren. „Da war kein einziges bekanntes Gesicht“, wundert sie sich. „Ich finde es schade, dass so wenige dieses tolle Projekt unterstützen.“

Martina Steidl ist selbst auf dem Land groß geworden, hat erlebt, wie Nutztiere mit viel Auslauf gehalten werden. Das Halten der alten Rassen findet sie eine sehr gute und schlaue Idee von den Mitarbeitenden am Erlebnisbauernhof. „Kinder haben oft gar keinen Bezug mehr zur Natur. Viele sitzen nur noch vor dem Computer. Für sie kommt die Milch aus der Packung im Supermarkt. Dass dafür eine Kuh gemolken wird, wissen viele Kinder ja gar nicht mehr.“

Auf dem Auhof kann man Hühner beim Picken beobachten, Hasen mit Löwenzahn füttern, Esel und Ponys streicheln. Martina Steidl kann sich gut vorstellen, auch mit den Kindern in ihrer Klasse mal zum Erlebnisbauernhof zu fahren. „Wenn meine eigenen Kinder noch kleiner wären, wären wir sicher schon oft dort gewesen“, lacht sie.

Das Geld von den Tierpatenschaften wird für Futter ausgegeben, für Instandhaltung, aber auch für besondere Projekte, zum Beispiel der Bau von Übernachtungshütten. Diese Projekte können nicht einfach so nebenherlaufen, das muss gut geplant werden. „Darum ist es gut, dass es diesen festen Betrag monatlich gibt“, findet Martina Steidl. „Ich hoffe, dass noch viel mehr Menschen Lust haben, sich hier zu engagieren.

Sie möchten auch Tierpatin oder Tierpate werden oder haben Lust, eine Patenschaft zu verschenken? Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.rummelsberger-diakonie.de/tierpatenschaft

Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

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Martina Steidl findet besonders Esel Friedolin sympathisch und freut sich, dass sie ihn beim Patentreffen persönlich kennen lernen durfte. (Foto: Mathias Kippenberg)