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16.12.2019

Den Menschen eine Freude machen

Studierende der Evangelischen Fachakademie für Sozialpädagogik in Nürnberg beschenkten Passantinnen und Passanten in der Nürnberger Innenstadt

Nürnberg – Mit zwei Aktionen in der Vorweihnachtszeit hatten in der vergangenen Woche die Studierenden der Evangelischen Fachakademie für Sozialpädagogik der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg auf sich aufmerksam gemacht.

Die erste Aktion fand an der selbstaufgebauten Begegnungs-Tafel mit Plätzchen-Verzier-Station statt, wo in zweieinhalb Stunden über 200 Besucherinnen und Besucher bei Plätzchen und Kinderpunsch zusammenkamen. Die eine Hälfte der 1.600 Plätzchen wurde von den Studierenden im Vorfeld selbst gebacken, die restliche wurde von der Konditorei Steingruber aus Nürnberg gespendet, welche die Aktion gern unterstützte. „Es war richtig schön, mitzuerleben, wie die Menschen sich untereinander ausgetauscht haben, auch Persönliches geteilt haben. Einige tiefgründige Gespräche haben uns wirklich berührt“, erzählt Ulrike Distler, die als Rhythmikdozentin an der Fachakademie für Sozialpädagogik arbeitet und die Aktion begleitet hat. „Ein Obdachloser beispielsweise hat einen der Studierenden seinen persönlichen Glücksengel genannt. Während die beiden sich unterhalten haben, haben einige Menschen etwas Geld in seine Dose geworfen“, erinnert sich die Dozentin.

Nur wenige Menschen hatten das Angebot einfach annehmen wollen, ohne eine Spende dafür zu geben. „Dabei hat uns das einfach Spaß gemacht, wir haben keine Spenden angenommen, sondern wir wollten einfach nur Menschen eine Freude machen“, wunderte sich eine Studierende.

Viele Kinder, aber auch Erwachsene, nutzen gern das Angebot, Plätzchen zu verzieren. Jedes Kind durfte sich danach ein Geschenk aus einem Korb nehmen – auch größere Kinder freuten sich über die kleinen Geschenke. „Da habe ich gleich ein tolles Weihnachtsgeschenk für meine kleine Schwester“, freute sich ein Zehnjähriger über ein Holzpuzzle.

Als Plätzchen und die 50 Liter Kinderpunsch nach zweieinhalb Stunden zur Neige gegangen waren, konnten die Studierenden auf eine Zeit mit vielen lächelnden und glücklichen Menschen zurückschauen – genau das, was ihr Ziel gewesen war. „Es sollte mehr Menschen wie euch geben“, fand eine Passantin. „So etwas bin ich gar nicht mehr gewohnt.“

Auch die zweite Aktion freute die Nürnberger: Die Studierenden, mit großen symbolischen Päckchen auf dem Kopf, waren als Weihnachtswichtel aktiv. Mit Körben und Bollerwagen, gefüllt mit Plätzchentüten und Kinderpunsch, schwärmten sie durch die Innenstadt aus und verteilten – natürlich kostenlos – ihre Schätze an die Passantinnen und Passanten. Schon nach zwei Stunden war nichts mehr übrig. Insgesamt über 500 Plätzchentüten hatten die Studierenden an zufriedene Verkäuferinnen, Obdachlose, Passanten und junge Paare verschenkt. „Das gibt es doch gar nicht“, war die häufigste Reaktion auf dieses überraschende Geschenk.

Eine Passantin, eine 70-Jährige Tänzerin, die blind ist, begeisterte die Studierenden. „Sie haben sie gleich zu ihrer Weihnachtsfeier in die Fachakademie eingeladen, sie wird dort einen Stepptanz zeigen“, freut sich Ulrike Distler. „Wir sind sehr zufrieden. Die Aktionen sind toll verlaufen.“

Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

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Mit Bollerwagen und Körben verteilten die „Weihnachtswichtel“ Plätzchentüten und Kinderpunsch an die Passantinnen und Passanten rund um die Lorenzkirche. (Foto: Ulrike Distler) Die Plätzchen-Verzier-Station wurde von Kindern, aber auch von Erwachsenen, begeistert genutzt. (Foto: Ulrike Distler) Die Studierenden freuten sich, den Nürnbergern eine Freude zu machen. (Foto: Ulrike Distler)