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14.08.2019

Der Rolls Royce unter den Gehlernwägen

Die „Stiftung ANTENNE BAYERN hilft“ finanziert einen Gehlernwagen für Erwachsene für die Förderstätte am Auhof.

Hilpoltstein – Die Welt wieder von oben zu sehen, mit anderen Menschen auf Augenhöhe zu sein – wenn man einen Rollstuhl nutzt, dann ist das nicht selbstverständlich. Für die Besucherinnen und Besucher der Förderstätte am Auhof in Hilpoltstein wird diese Erfahrung nun möglich: Dank des neuen Gehlernwagens, der von der „Stiftung ANTENNE BAYERN hilft“ finanziert wurde.

„Stellvertretend für andere Menschen, die diese Hilfsmittel nutzen, ist heute Jonas Knoll hier“, begrüßt Andreas Ammon, der Leiter des Auhofs, den jungen Mann bei der Spendenübergabe. Jonas Knoll hat seine ganze Familie dabei. „Es ist etwas ganz Besonderes, Jonas wieder stehen zu sehen“, freut sich Jonas Vater. „Wir wollten uns dafür unbedingt selbst bedanken, deshalb sind wir alle mitgekommen.“ Felicitas Hönes, Geschäftsführerin der Stiftung, freut sich über den Dank. „Ich freue mich immer, wenn die Stiftung helfen kann, dort Lücken zu schließen, wo Behörden und Krankenkassen nicht mehr greifen“, sagt sie.

Erika Tautz, Mitarbeiterin in der Förderstätte am Auhof, zeigt Fotos von Jonas Knoll im Gehlernwagen. „Jonas ist ein sehr neugieriger junger Mann. Die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen, das scheint ihm zu gefallen. Durch regelmäßige Übungen wollen wir erreichen, dass er Lust daran bekommt, die eigene Körperspannung zu regulieren“, erklärt sie. „Mit dem Wagen können wir Jonas Bewegungskompetenz auch im Alltag schulen, nicht nur in der Krankengymnastik. Auch andere Besucher der Förderstätte können den Wagen gut nutzen. Einer ist sofort losgeflitzt damit“, erinnert sie sich. Nicht jeder könne damit allerdings sofort laufen. „Wir werden sehen, was Jonas erreichen kann und wie lange es dauert. Ungefähr zwei bis dreimal pro Woche kann er mit dem Gerät üben, aufrecht zu stehen“, erklärt Erika Tautz.

Auch Andreas Ammon freut sich über das Therapiegerät. „Es ist für große Menschen wie Jonas geeignet“, sagt er. Erika Tautz ergänzt: „Die Standard-Geräte sind nur nutzbar von Menschen bis 1,85 Meter. Jonas ist aber über 1,90 Meter groß. Ohne geeignetes Therapiegerät könnte niemand von uns ihn stützen. Außerdem ist der Wagen gut ausgestattet, er ist wie unser neuer Rolls Royce“, lacht sie.

Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

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Felicitas Hönes (ganz links) überreicht den symbolischen Spendenscheck an Andreas Ammon, Leiter des Auhofs (3.v.l.), und an Erika Tautz, Mitarbeiterin in der Förderstätte (2.v.l.). Jonas Knoll (2.v. r.) und seine Familie freuen sich über die Anschaffung des Gehlern-Wagens.