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22.07.2019

Der schönste Beruf der Welt

Rummelsberger FakS-AbsolventInnen feierten ihren Abschluss

Rummelsberg-Altdorf. „Null Prozent ihrer Arbeit wird durch eine künstliche Intelligenz ersetzt werden können“, sagte Petra Reinfelder bei der Abschlussfeier der Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS). Die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte „Die Buchfinken“ (Burgthann) gratulierte damit ihren frisch gebackenen Kolleginnen und Kollegen im Namen aller Anleitenden.

51 Absolventinnen und Absolventen aus zwei Studienkursen und einem berufsbegleitenden Teilzeitkurs der FakS haben diese lange und anspruchsvolle Ausbildung jetzt bewältigt. Nach dem mit viel Musik selbst gestalteten Gottesdienst in der Rummelsberger Philippuskirche war zur Feier ins Brüderhaus geladen. Umrahmt von Musik der FakS-Band erwartete die Gäste ein buntes Programm mit Gratulationen und Glückwünschen. Unter dem begeisterten Beifall ihrer – nun ehemaligen – Mitstudierenden, Familien, Freunden, Dozenten und Vertretern der Politik nahmen die neuen ErzieherInnen freudestrahlend ihre Zeugnisse entgegen. Es sei für sie wie ein Erntedankfest, stellte FakS-Leiterin Diakonin Susanne Stöcker fest, sie jetzt als gereifte Persönlichkeiten erleben zu dürfen, die mit ihrer wertvollen professionellen Haltung überzeugten. Die meisten von ihnen werden im Bereich der Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten und Hort) arbeiten, einige auch in Einrichtungen der Jugendhilfe und Behindertenhilfe. Ein Drittel der AbsolventInnen wird noch weiter „die Schulbank drücken“, sprich die Ausbildung mit einem Studium an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg (Dualer Studiengang „Erziehung, Bildung und Gesundheit im Kindesalter" oder Studiengang Diakonik) fortsetzen.

Dass die Erzieher/Erzieherinnen dringend gebraucht werden, unterstrichen Jenny Nyenhuis (2. Bürgermeisterin von Schwarzenbruck) ebenso wie die stellvertretende Landrätin Heidi Rackl aus Neumarkt. Es sei einer der wichtigsten Berufe, so Rackl, denn wer sich um die Kinder kümmere, kümmere sich um die Zukunft. Der Wert ihrer Arbeit lasse sich nicht in Zahlen messen, zudem zeige sich manches Ergebnis erst Jahre später. „Arbeit am Menschen mit Herz und Seele ist nicht ersetzbar.“

Auf die Fragen des „Wie“ und des „Was“ des Lernens bezog sich Diakon Christian Oerthel (Leitung Berufliche Schulen der Rummelsberger Diakonie). Hierzu gehöre auch die Umgebung, in der das Lernen stattfinde, sagte er und erinnerte an den Umbau der FakS und das Ausweichquartier in Altdorf.

Während die Kursleiter Carsten Haas und Diakon Stephan Tischer humorvoll und äußerst kreativ zurückblickten, dankte Reinfelder den AbsolventInnen dafür, dass sie sich von fünf Jahren Ausbildung nicht hatten abschrecken lassen, nicht vom geringen Verdienst während der zwei Jahre der praktischen Erstausbildung zum/zur KinderpflegerIn (Sozialpädagogisches Seminar), von der Menge an Lernstoff sowie den Anforderungen während der Prüfungen. „Danke, dass wir sie begleiten und ihnen beim Wachsen zusehen durften.“

Wohin die Zukunft die neuen Erziehenden führt, wird sich zeigen, doch eines wurde bei der Feier deutlich: Die Politik ist gefordert, endlich dem Wert dieser wertvollen und zukunftweisenden Arbeit mit besseren Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen.

Von: Dorothée Krätzer

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Der Platz im Saal des Rummelsberger Brüderhauses reichte kaum für die Abschlussfeier der Absolventinnen und Absolventen der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik – hier bei der Eröffnung mit der FakS-Band (Foto: Krätzer) Wünsche für die Zukunft stiegen bei der Abschlussfeier der Absolventinnen und Absolventen der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik mit Luftballonen in den Himmel. (Foto: Krätzer) Über 50 Absolventinnen und Absolventen der Rummelsberger Fachakademie für Sozialpädagogik feierten vor kurzem ihren Abschluss – hier aus einem der Studienkurse und dem Teilzeitkurs. (Foto: Krätzer)