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28.02.2019

Diakoniemuseum zeigt ältesten Sozialfilm der deutschen Filmgeschichte

Kinoabend mit „Sprechende Hände“ am 13. März – Anmeldungen ab sofort

Rummelsberg – Eine kostbare Filmrarität zeigt das Diakoniemuseum Rummelsberg (Rummelsberg 47, neben Café) am Mittwoch, 13. März, um 19 Uhr. Im „Museumskino“ ist der Dokumentarfilm „Sprechende Hände“ zu sehen, der 1925 gedreht wurde und der älteste Sozialfilm der deutschen Filmgeschichte ist. Er erzählt vom Leben taubblinder Kinder im Oberlin-Heim in Nowawes bei Potsdam. Die Regisseurin Gertrud David wurde für den Film mit einem Preis für den besten „Kulturfilm“ des Jahres ausgezeichnet.

„Sprechende Hände“ war der erste Film, der von der Evangelischen Bildkammer Nürnberg ab 1926 im Wanderkinobetrieb in ganz Bayern vorgeführt wurde. Der überwältigende Erfolg geht vor allem auf die Tatsache zurück, dass viele Menschen vor allem auf dem Land damals zum ersten Mal in ihrem Leben laufende Bilder sahen. Aber auch die Tatsache, dass die Regisseurin in ihrem Film erstmals behinderte Menschen mit großer Einfühlsamkeit zeigte, war eine Besonderheit.

Das Diakoniemuseum zeigt den Film, der als Kopie im Landeskirchlichen Archiv erhalten ist, in einer behutsam bearbeiteten Fassung. Besonderer Clou ist wieder die Live-Pianobegleitung durch den Erlanger Pianisten Ulrich Nehls. Als Vorfilm ist ein Unterhaltungskurzfilm zu sehen, der etwa zur gleichen Zeit entstand und vermittelt, welche Art von Film damals die Kinos bestimmte. Der Eintritt für das „Museumskino“ beträgt 7 Euro, wegen des knappen Platzangebotes ist eine Voranmeldung unter Tel. 09128-502274 oder E-Mail buchfink.andrea@rummelsberger.net unbedingt erforderlich.

Im Diakoniemuseum Rummelsberg ist seit September 2018 die Ausstellung „Feldlazarett und Wanderkino“ zu sehen. Sie thematisiert die Geschichte der Diakonie in Bayern vor 100 Jahren anhand von Filmen, Fotos, Dokumenten und Exponaten. So sind etwa Ausschnitte der ältesten deutschen Sozialfilme zu sehen, die in den 1920er-Jahren unter anderem in Rummelsberg und Altdorf gedreht wurden. Die Ausstellung ist jeweils dienstags, donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppenführungen sind nach Vereinbarung jederzeit möglich. Die nächste öffentliche Führung ist am Sonntag, 10. März, um 14.30 Uhr.

Von: Thomas Greif

Film_Sprechende_Hände.jpgFuW_Flyer_September_01.pdfPM_Sprechende_Hände_01.pdf
Der Dokumentarfilm „Sprechende Hände“ von 1925 ist der älteste Sozialfilm der deutschen Filmgeschichte. Zu sehen ist er am 13. März im Diakoniemuseum Rummelsberg. Foto: Rummelsberger Diakonie/ Archiv