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25.10.2018

Die Zahl der Vollkommenheit

Drei neue Diakone zum Dienst eingesegnet

Rummelsberg – Die Zahl „Drei“ ist der Inbegriff des Ganzen, der Vollkommenheit und steht für die bedeutenden Kräfte, die das Leben bestimmen. Viele Geschichten mit dieser Zahl finden sich in der Bibel: die drei Weisen aus dem Morgenland, die drei Frauen am Grab und vor allem die Dreieinigkeit Gottes als Vater, Sohn und Heiligem Geist. Diese Zahl bedürfe einer eigenen theologischen Würdigung hatte Rektor Dr. Günter Breitenbach seiner Predigt im Einsegnungsgottesdienst vorangestellt, denn heuer waren es drei junge Männer, die in der Rummelsberger Philippuskirche eingesegnet wurden.

Vor dem Altar kniend erhielten Jens Albrecht, Hendrik Jarallah und Julian Müller den Segen für ihre neue Aufgabe, zugesprochen von Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, dem Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, Breitenbach und Diakon Martin Neukamm, Leiter der Rummelsberger Brüderschaft. „Seid ihr bereit?“, hatte sie Brüderhausleiter Diakon Klaus Buchner im Beisein der Familien, Freunde und Weggefährten, von Vertretern der Heimatgemeinden und der Dienstgeber zuvor gefragt. Mit ihrem „Ja“ sind die drei nun ganz offiziell, wie es in der Einsegnungsurkunde heißt, „in den Dienst und das Amt eines Diakons der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern und zum Sendbruder der Rummelsberger Brüderschaft“ eingesegnet.

Sechs Jahre der Vorbereitung, der Anstrengungen, Prüfungen und immer wieder sich Hinterfragens mündeten in diesem feierlichen Moment. Die Weichen für ihre Zukunft sind bereits gestellt, denn den Umzug an ihre ersten Arbeitsstellen haben die drei Diakone bereits hinter sich gebracht. Alle werden in der Jugendarbeit eingesetzt: Albrecht als Jugendreferent in zwei Kirchengemeinden in Nürnberg, Jarallah und Müller als Dekanatsjugend-Referenten im Dekanatsbezirk Feuchtwangen beziehungsweise Wassertrüdingen.

Hierarchiefrei, aufrecht, ähnlich – so lauteten einige der Gedanken, die Breitenbach ihnen anhand der Bronzeplastik „Gespräch am Tisch“ von Helmut Ammann mitgab. Das Kunstwerk aus St. Stephan in Würzburg zeigt stilisiert drei Menschen um einen runden Tisch gruppiert. Der Tisch halte sie zusammen, wer hier bediene, sei nicht erkennbar, so der Rektor. Ihre Aufgabe als Diakone sei es, den Tischdienst am runden Tisch des Herrn zu üben. „Am Tisch des Herrn rundet sich alles und Vollkommenheit entsteht.“ Brot allein mache nicht satt, stellte Bierbaum in seinem Grußwort fest, dazu gehöre auch das Gefühl, nicht zu kurz zu kommen und satt zu werden. Kinder und Jugendliche bräuchten vor allem das Gefühl, geachtet und geschätzt zu werden, bräuchten jemanden an ihrer Seite, bei dem sie sich aufgehoben und akzeptiert fühlten.

Die anschließende Feier im Brüderhaus begleiteten viele weitere Glück- und Segenswünsche der Festgäste, von Wegbegleitern aus der Brüderschaft und der Diakoninnengemeinschaft.

Von: Dorothée Krätzer

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Ein Tag der Freude – Gruppenfoto in der Philippuskirche mit den gerade eingesegneten Diakonen (vorne, von links) Hendrik Jarallah, Jens Albrecht und Julian Müller, dahinter (von links) Oberkirchenrat Detlev Bierbaum als Vertreter der Landeskirche, Diakon Martin Neukamm, Martina Makari und Diakon Klaus Buchner (alle Brüderschaftsleitung) und Rektor Dr. Günter Breitenbach. Foto: Dorothée Krätzer