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17. Mai 2021

Erfüllende Tätigkeiten für Menschen mit Autismus

Manfred Roth Stiftung unterstützt die Klientinnen und Klienten im Fachbereich Autismus bei der Anschaffung eines Zirkuswagens für die Streuobstwiese

Hersbruck – Äste sammeln und zu Bündeln schnüren, Äpfel pflücken, Rasen mähen: Diese für Menschen im Autismusspektrum durch ihre Klarheit sehr gut geeigneten Aufgaben werden in Zukunft auf der Streuobstwiese am Haus Weiher ganzjährig möglich sein. Die Manfred Roth Stiftung hat 25.000 Euro für den Erwerb eines umgebauten Zirkuswagens gespendet. Zu einer Spendenübergabe waren Dr. Wilhelm Polster, Vorsitzender des Vorstands, Klaus Teichmann, Vorsitzender des Stiftungsrats, und Ministerpräsident a.D. 
Dr. Günter Beckstein vom Stiftungsrat der Manfred Roth Stiftung nach Hersbruck zur Dienststelle „Zielgruppenorientierte Angebote“ mit dem Fachbereich Autismus gekommen und dort mit Kolleg*innen vom Fachbereich Autismus sowie mit dem Vorstandsvorsitzenden Reiner Schübel und dem Vorstand Dienste, Karl Schulz, ins Gespräch gekommen. Die Stiftung des NORMA-Gründers Manfred Roth unterstützt soziale, kulturelle und bildungsfördernde Projekte. Das Engagement für gemeinnützige Zwecke war Manfred Roth schon zu Lebzeiten wichtig.
Das Projekt „Streuobstwiese“ passt sehr gut zum Engagement der Stiftung. Der Fachbereich Autismus unterstützt seit 1995 Kinder und Erwachsene im Autismus-Spektrum. Seit 2012 leben und arbeiten Menschen mit Autismus in Räumlichkeiten im Haus Weiher, so Ralph Eichenseher, Leitung Fachbereich Autismus. Im Haus Weiher leben insgesamt rund 90 Menschen mit Behinderung. „Eine große Vielfalt“, beschreibt Martin Chmel, Leitung im Haus Weiher, die Arbeit. „Hier wird gewohnt, mit allem, was dazu gehört.“ Einen Teil der weitläufigen Anlage nutzt die Dienststelle „Zielgruppenorientierte Angebote mit dem Fachbereich Autismus. 
Seit etwas mehr als einem Jahr bewirtschaften einige Besucher der Förderstätte des Fachbereich Autismus eine alte Streuobstwiese, die sich an den weitläufigen Garten im Haus Weiher anschließt. Alte Apfelsorten, Quitten und Zwetschgen sind dort zu pflegen – die Wiese ist völlig naturbelassen. „Die Tätigkeiten sind optimal für die Klienten der Förderstätte“, so Sabine Hager, Teamleitung im Fachbereich Autismus. Da Menschen mit Autismus eine hohe Verlässlichkeit brauchen und wiederkehrende Aufgaben schätzen, war die ganzjährige Nutzung der Streuobstwiese schon lange ein Wunsch der Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich. „Durch den Zirkuswagen können wir jetzt einen Rückzugsort anbieten zum Arbeiten und Ausruhen, an dem man sich auch bei schlechtem Wetter aufhalten kann“, sagt Sabine Hager.
Es wird noch eine Zeit dauern, bis der Wagen angeschafft wird. Derzeit, so Hager, hole sie Angebote ein. Der Wagen müsse barrierefrei sein und die Möglichkeit für den Einbau einer Trockentoilette haben. „Außerdem soll die Wiese rund um den Wagen befestigt werden, damit man dort Bänke und Tische aufstellen kann, ebenso wie ein Weg von der Förderstätte bis zur Wiese“, erklärt sie. Die Barrierefreiheit soll dadurch gewährleistet werden. Dr. Wilhelm Polster, Vorstandsvorsitzender der Manfred Roth Stiftung, findet das Projekt sehr wichtig. „So ein Engagement sollte auf jeden Fall in den Blickpunkt gerückt werden. Das dient wirklich einer sehr guten Sache.“ 

Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

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v.l.: Ralph Eichenseher (Leitung Fachbereich Autismus), Rektor Reiner Schübel (Vorstandsvorsitzender Rummelsberger Diakonie), Dr. Wilhelm Polster (Vorstandsvorsitzender Manfred Roth Stiftung), Klaus Teichmann (Vorsitzender Stiftungsrat Manfred Roth Stiftung), Karl Schulz (Vorstand Dienste Rummelsberger Diakonie), Martin Chmel (Leitung Haus Weiher), Dr. Günter Beckstein (Ministerpräsident a.D., Stiftungsrat Manfred Roth Stiftung), Sabine Hager (Teamleitung Fachbereich Autismus) Dr. Wilhelm Polster (3.v.l), Dr. Günter Beckstein, Ministerpräsident a.D. (Mitte) und Klaus Teichmann (3.v.r) von der Manfred Roth Stiftung freuen sich über ihre Rummelsberger Gießkannen und den aus Äpfeln von Streuobstwiesen gepressten Apfelsaft.