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18.01.2019

Experte der Jugendhilfe verabschiedet sich in den Ruhestand

Johannes Viebig war 37 Jahre bei der Rummelsberger Diakonie tätig

Rummelsberg – Einführung standardisierter Verfahren, Etablierung des Qualitätsmanagements in der Jugendhilfe und der Aufbau des Netzwerks Fachdienst – mit Johannes Viebig verlässt ein ausgewiesener Experte der Jugendhilfe die Rummelsberger Diakonie. In den 37 Jahren seiner Tätigkeit für den diakonischen Träger hat der Psychologe die Rummelsberger Jugendhilfe entscheidend mit geprägt. Als Leiter des Netzwerks Fachdienst sorgte der 65-Jährige dafür, dass alle spezialisierten Einrichtungen der Jugendhilfe am Ort von den vielfältigen therapeutischen Zusatzqualifikationen der jeweiligen Fachdienste profitieren. Anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand wirft Johannes Viebig einen Blick zurück.

Fachdienste sind in der Jugendhilfe erst Ende der 1960er-Jahre etabliert worden, auf Initiative des Gesetzgebers in Folge der teils menschenunwürdigen Zustände in Kinder- und Erziehungsheimen. „Aufgabe der Fachdienste sollte es sein, darauf zu achten, dass die wissenschaftlichen Kriterien einer guten Pädagogik eingehalten werden“, erinnert sich Viebig. Als er zum 1. September 1981 seinen Dienst als Psychologe in der Rummelsberger Jugendhilfe begann, war aber noch immer nicht wirklich klar, welche konkreten Aufgaben die Fachdienste in den Einrichtungen haben sollten. „Es herrschte noch immer eine große Rollenunsicherheit“, so Viebig. „Jeder hat einfach losgelegt und das in seine Rolle interpretiert, was er für richtig hielt.“ So waren es die Einrichtungsleitungen, denen klar wurde, dass sich etwas verändern musste. Gerade Fachdienste auf dem Land waren in der Regel auf sich allein gestellt. Das änderte sich erst mit der Etablierung einer zweimal im Jahr stattfindenden Tagung, auf der sich noch heute Psychologen austauschen, die in der diakonischen Jugendhilfe in Bayern tätig sind.

„Wir haben damals in Rummelsberg beschlossen, die einzelnen Fachdienste in einer Dienststelle zusammenzufassen“, erzählt Johannes Viebig. „Wenn Fachdienste einrichtungsübergreifend arbeiten, können sie viel besser vermittelnd eingreifen.“ Geplant ist, in dieses Netzwerk Fachdienst künftig auch die Kolleginnen und Kollegen aus Altdorf bei Nürnberg einzubinden. Aufgabe der Fachdienste ist damals wie heute der Schutz der Kinder und Jugendlichen. Das geschieht auch, indem sie die Teams beraten und rechtzeitig eingreifen, wenn sich Probleme ergeben. Teamtrainings und Supervision sind da nur zwei Stichworte. Ziel bleibe immer, die Qualität der pädagogischen Arbeit zu verbessern, so Viebig. Um das zu erreichen, komme es sehr auf funktionierende Teams an.

Von: Andrea Wismath

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Johannes Viebig verabschiedet sich nach 37 Jahren bei der Rummelsberger Diakonie in den Ruhestand. Foto: Andrea Wismath