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25.10.2018

Hilfe, die ankommt

Mitarbeitende und Klientinnen und Klienten der Rummelsberger Diakonie haben gemeinsam schon 700.000 Plastikdeckel gesammelt, um Impfungen gegen Polio zu finanzieren.

Rummelsberg – „Ich bin total begeistert. Als ich das letzte Mal hier war, waren es noch vier BigPacks, jetzt sind es schon sieben“, freut sich Petra Wittmann, die, innerhalb der Rummelsberger Diakonie, gemeinsam mit Nina Drechsler für die Deckel-Sammlung der Aktion „Deckel gegen Polio“ verantwortlich ist.

Sieben BigPacks, das sind rund 700.000 Plastikdeckel. Jeweils 500 dieser Deckel ermöglichen eine Schluckimpfung gegen Polio. Der Verein „Deckel drauf e.V.“ sammelt seit fünf Jahren die Flaschenverschlüsse, um durch den Verkauf des wertvollen Materials an Verwerter das weltweite Projekt „End Polio Now“ der Rotary Clubs zu unterstützen. Die Rummelsberger Diakonie sammelt seit rund zwei Jahren ebenfalls, um das Projekt zu unterstützen. Mitarbeitende, Schülerinnen und Schüler, Klientinnen und Klienten… Fleißig werden die kleinen Plastikdeckel von den Flaschen getrennt und an der Pforte des Auhofs in Hilpoltstein, im Berufsbildungswerk in Rummelsberg oder in der Rummelsberger Bäckerei abgegeben.

Auch für Harald Frei, Vorstand Finanzen der Rummelsberger Diakonie, ist die Aktion ein Herzensanliegen. „Vor 30 Jahren gab es noch 350.000 an Polio erkrankter Personen in 135 Ländern. Heute sind es weltweit nur noch 13 in Pakistan, Nigeria und Afghanistan. Wichtig ist aber, jetzt nicht aufzuhören: Die Krankheit ist hochansteckend. Man muss alle Kinder, die auf die Welt kommen, weiterhin impfen, bis es wirklich keine Fälle mehr gibt“, erklärt er die Wichtigkeit des Projekts.

Die Abwicklung bei der Rummelsberger Diakonie – das Einsammeln der Deckel an den Sammelstationen und das Verpacken in die BigPacks – leisten die Mitarbeitenden und die Jugendlichen der Trainings- und Orientierungswerkstatt TOW. „Das ist eine coole Aktion, ich sammele auch selber. Man soll ja ein Vorbild sein für Jüngere, das sagt auch Miroslav Klose“, erklärt Marco. Der 20-Jährige ist ebenfalls Auszubildender in der TOW. Er kümmert sich gemeinsam mit Ausbilder Markus Klinger und Leiter Maik Rüdiger um die Abwicklung der Aktion. „Wir müssen ungefähr alle zwei Wochen die Abgabestationen anfahren. Viele stellen uns aber auch Säcke mit Deckeln direkt vor die Tür“, schmunzelt Maik Rüdiger.

Alle Beteiligten sind vom Projekt überzeugt. Petra Wittmann, die seit Juli in der Dienststelle Kinder, Jugend und Familien in Fürth arbeitet, sammelt auch dort bereits fleißig. Sie ist sich sicher: „Die Aktion macht einfach Sinn. Das ist Hilfe, die ankommt.“

Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

Deckel-gegen-Polio_Foto_Mühlendyck_presse.jpgPM_DeckelgegenPolio_Abholung.pdf
Von rund 700.000 Deckel sind die Verantwortlichen der Rummelsberger Diakonie für die Aktion „Deckel gegen Polio“ umgeben.