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Die Rummelsberger

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28.03.2019

Immer schön im Rhythmus bleiben!

Die Mitglieder der Sambagruppe Vincivi aus dem Nürnberger Land verbreiten südamerikanisches Temperament und brasilianische Lebensfreude. Am 30. Mai treten sie wieder beim Rummelsberger Jahresfest auf.

Altdorf – „Am Anfang haben wir Küchengeräte genutzt, weil wir noch keine eigenen Instrumente hatten“, erzählt Birgit Niederlich, musikalische Leiterin von Vincivi. Die Mitarbeiterin der Förderstätte des Wichernhauses führt in den Keller der Heilpädagogischen Tagesstätte der Rummelsberger Diakonie in Altdorf. Dort proben die 27 Männer und Frauen der Sambagruppe jeden Dienstagabend für eineinhalb Stunden. Auch die mittlerweile beachtliche Zahl an Instrumenten lagert hier. Denn mit einer riesigen Surdo, einer großen Zylindertrommel, läuft es sich schlecht durch die Gegend. Die meisten Sambistas kommen direkt von der Arbeit.

Hervorgegangen ist die Truppe aus einer Reihe von Workshops zum Thema „Musik aus Brasilien“, die zwölf Mitarbeitende aus dem Berufsbildungswerk (BBW) Rummelsberg 1993 mitmachten. „Das hat uns damals so fasziniert, dass wir weitermachen wollten“, erzählt Brigit Niederlichs Mann Uwe, der auch bei der Rummelsberger Diakonie arbeitet. „Unseren ersten Auftritt als Sambagruppe hatten wir 1993 beim Rummelsberger Jahresfest“, erinnern sich die beiden. Seitdem sind Vincivi dort nicht mehr wegzudenken. Seit 1997 zeigt die Gruppe ihr Können auch beim jährlichen „Internationalen Coburger Sambafestival“. „Das ist schon heiß, wenn man da vor 3.000 Leuten spielt“, sagt Uwe Niederlich. Auch beim Nürnberger Volksfest, beim Stadtlauf Fürth und bei vielen Festen in der Region treten Vincivi regelmäßig auf. Ziel des gleichnamigen Vereins ist es, südamerikanisches Temperament und brasilianische Lebensfreude auch hierzulande zu verbreiten.

Mittlerweile sind die ersten Sambistas eingetroffen: Sie begrüßen sich lachend, die Stimmung ist gelöst. „Wir sind eine große Familie“, sagt Birgit Niederlich. Viele der Mitglieder sind schon seit Jahren dabei. Esther Vogt zum Beispiel ist neben den Niederlichs eines der Gründungsmitglieder, die immer noch in der Gruppe spielen. Der Mitarbeiterin des Pädagogischen Fachdiensts im BBW macht Samba einfach Spaß. „Andere tragen ihr Geld ins Fitness-Studio“, lacht sie. Eineinhalb Stunden Probe erfordern jede Menge Kondition. Anders als ein Streichorchester sind Sambistas ständig in Bewegung, es gibt eine Choreographie an Schritten. Die riesigen Trommeln zu schlagen, fordert den ganzen Körper. Und sorgt für eine ordentliche Lautstärke: Keiner probt hier ohne Gehörschutz, die Fenster werden mit Schaumstoff verkleidet. „Einmal hatten wir einen Auftritt vor Senioren im Hermann-Bezzel-Haus in Nürnberg“, erinnert sich Uwe Niederlich. „Da hieß es dann vom begeisterten Publikum: ,Endlich hören wir mal wieder was!‘“

Wer gerne ein Vincivi werden möchte – wer also Interesse hat, selbst Samba zu spielen –darf sich gerne bei Uwe Niederlich melden unter niederlich.uwe@rummelsberger.net. Wer Vincivi live erleben will, kommt einfach zum Rummelsberger Jahresfest am 30. Mai. Alle Termine auch unter https://www.vincivi.de/

Von: Andrea Wismath

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Gelöste Stimmung bei der Probe: Die Sambistas von Vincivi sind wie eine große Familie. Samba steht für südamerikanisches Temperament und brasilianische Lebensfreude. Viele Sambistas sind seit vielen Jahren Teil der Gruppe. Jeden Dienstagabend proben die Mitglieder der Sambagruppe Vincivi im Keller der Heilpädagogischen Tagesstätte des Wichernhauses in Altdorf. Fotos: Andrea Wismath