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23.12.2019

Frischer Wind in der Pflege

Die Berufsfachschulen für Altenpflege der Rummelsberger Diakonie werden zu Berufsfachschulen für Pflege.

Weißenburg – „Generalistik bedeutet für mich frischen Wind in der Pflege mit breitgefächerten Kompetenzen.“ Christian Steinmüller, der an der Berufsfachschule für Altenpflege in Weißenburg seine Ausbildung macht, ist sich sicher: Die neue Ausbildung zum Pflegefachmann/ zur Pflegefachfrau ist der richtige Weg im Umgang mit Pflegenotstand und Fachkräftemangel.

Im Januar 2020 greift das Pflegeberufegesetz. Die drei Berufsfachschulen für Altenpflege der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg, Penzberg und Weißenburg stellen daher auch bis Ende des laufenden Schuljahres den Lehrplan um und werden dann zu Berufsfachschulen für Pflege. Ab dem kommenden Schuljahr bilden die drei Schulen dann zum Pflegefachmann und zur Pflegefachfrau aus – so auch die Berufsfachschule in Weißenburg, die auf der Wülzburg ausbildet. Für die generalistische Ausbildung wird der Lehrplan von Grund auf umgekrempelt. Auch die praktische Ausbildung ändert sich grundlegend. Schließlich sind die Pflegefachfrauen und –männer in Zukunft für die Pflege von Menschen aller Altersstufen in akut oder dauerhaft stationären und ambulanten Pflegesituationen qualifiziert.

Das Gesetz reagiert auf die Tatsache, dass die bisher getrennten Aufgabengebiete Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege und Pädiatrie immer weiter zusammenwachsen. Menschen mit demenzieller Erkrankungen halten sich länger im Krankenhaus auf, es gibt viele chronisch kranke Kinder, die medizinische Pflege gewinnt in der Altenhilfe an Bedeutung Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann soll daher die spezifischen Kompetenzen der Studierenden in allen Pflegebereichen fördern.

Im Rahmen der dreijährigen Ausbildung absolvieren die Auszubildenden praktische Einsätze sowohl in der Akut- als auch in der Langzeitpflege und das im stationären und im ambulanten Bereich. Auch ein verpflichtender Einsatz in der pädiatrischen Versorgung ist Teil der neu strukturierten Ausbildung.

Diakon Johannes Mahlmann, stellvertretender Schulleiter an der Berufsfachschule für Pflege in Weißenburg, sagt: „Die große Chance der Generalistik liegt aus meiner Sicht in der notwendigen Kooperation der beteiligten Akteure – in der Zusammenarbeit von Einrichtungen der Altenhilfe, ambulanten Pflegediensten, Krankenhäusern und Pflegeschulen.“ Die drei Berufsfachschulen für Altenpflege beziehungsweise die drei künftigen Berufsfachschulen für Pflege der Rummelsberger Diakonie sind dabei, Kooperationen oder Ausbildungsverbünde mit verschiedenen Einrichtungen zu schließen, um die Koordination der praktischen Einsätze zu gewährleisten. Mahlmann findet das mit Blick auf den veränderten Lehrplan dringend notwendig: „Es geht um eine gemeinsame Ausbildung.“

Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

Christian Steinmüller macht seine Ausbildung zum Pflegefachmann in der Berufsfachschule für Pflege der Rummelsberger Diakonie in Weißenburg. (Foto: Simon Malik) Diakon Johannes Mahlmann, stellvertretender Schulleiter an der Berufsfachschule für Pflege in Weißenburg, ist überzeugt vom Konzept der Generalistik. (Foto: Simon Malik)