Gemeinsam stark für Menschen mit Behinderung
15. Januar 2026Burgpreppach – Der Neujahrsempfang der Behindertenhilfe der Rummelsberger Diakonie in den Haßbergen bot am Donnerstag, 8. Januar 2026, im Schloss Burgpreppach einen runden Blick auf das Erreichte und die Perspektiven der kommenden Jahre. Rund 70 Mitarbeitende, Vertreter*innen der Kommunen und der Kirchen sowie die Geschäftsführung der Rummelsberger Behindertenhilfe kamen in einem feierlich-kollegialen Rahmen zusammen, um das zurückliegende Jahr Revue passieren zu lassen und neue Impulse zu setzen.
Regionalleiterin Tina Scheller eröffnete den Abend mit einem Verweis auf das neue Format des Empfangs. Erstmals brachte der Neujahresempfang alle Mitarbeiter*innen sowie Vertreter*innen aus Politik in einem besonderen Rahmen zusammen. Der märchenhafte Ort Schloss Burgpreppach wurde von Scheller nicht zufällig gewählt. Die Familie der Schlossherrin Stefanie von Fuchs vom Bimbach verwies auf die Verbindung ihrer Familie mit dem Schloss Ditterswind, dem früheren zentralen Standort der Rummelsberger Diakonie in Unterfranken.
Landrat lobt gelungene Integration und wegweisende Wohnprojekte
Landrat Wilhelm Schneider betonte in seinem Grußwort die wichtige Begleitung von Menschen mit Behinderung im Landkreis und würdigte die gelebte Integration sowie das über 50-jährige Wirken der Rummelsberger Diakonie in der Region. Besondere Beachtung fand der bisherige Wandel vor zehn Jahren vom Schloss Ditterswind zum dezentralen Wohnkonzept in Ebelsbach, Ebern, Hofheim, Haßfurt und Zeil. Diese Entwicklung habe Barrieren abgebaut und den Menschen individuelle Teilhabe ermöglicht. Die anwesenden Bürgermeister*innen schlossen sich dem Lob an und betonten die gute Zusammenarbeit. Schneider würdigte auch das Engagement der Mitarbeitenden als Fundament eines solidarischen, menschenfreundlichen Miteinanders.
Diakon Volker Deeg, fachlicher Leiter RDB und Mitglied der Geschäftsführung, hob hervor, dass die Haßberge eine Vorreiterrolle in der Behindertenhilfe einnähmen, selbst unter schwierigeren finanziellen Voraussetzungen als in Mittelfranken. „In Rummelsberg wissen wir, wenn es in Unterfranken funktioniert, funktioniert es auch an anderen Standorten. Ihr seid immer wieder Testkandidat für Innovationen und habt auch Lust dazu.“ Einen besonderen Augenmerkt legte er auf das Rummelsberger Casemanagement als zentrales Instrument zur realen Umsetzung von Teilhabe-Wünschen der Betroffenen – eine Praxis, die Vielfalt, Selbstbestimmung und Individualität in der Arbeit verankert.
Segensworte sprach Dekanin Anne Salzbrenner, die Hoffnung, Heiterkeit und Gottes Segen für die kommende Zeit wünschte. „Füreinander da sein. Das sollten wir als Impuls weiterverfolgen. Füreinander da sein können.“
Rückblick auf bewegtes 2025
Maik Panzert, Dienststellenleiter der Rummelsberger Diakonie in den Haßbergen, blickte auf ein bewegtes 2025 zurück: Trotz anfänglicher Hürden wie dem Umzug in ein neues Wohnhaus in Hofheim – begleitet von einem Wasserschaden in den ersten Wochen – und der Neugestaltung des Gemeinschaftsraums in der Sutte in Ebern, stand das Jahr im Zeichen kreativer Projekte, inspirierender Ausflüge und gemeinsamer Abendveranstaltungen. Vor allem aber prägte der unermüdliche, herzliche Einsatz der Teams den Alltag – selbst in herausfordernden Momenten. Für 2026 liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung fachlicher Strukturen, insbesondere der Unterstützten Kommunikation und der Tagesstrukturgestaltung.
Der Abend fand seinen gemütlichen Abschluss bei Begegnung, Häppchen und Getränken – ein symbolischer Abschluss des Jahres mit Blick auf Dank an die Mitarbeiter*innen und auf die kommenden Aufgaben.
Der Neujahrsempfang in den Haßbergen hat deutlich gemacht, dass die Rummelsberger Diakonie in Unterfranken nicht nur auf Erfolge zurückblickt, sondern auch mutig neue Wege geht. Mit dem Blick auf 2026 bleibt das Ziel klar: Vielfalt leben, Mitmenschen begleiten und gemeinsam nachhaltig wachsen.