Brüderschaft

Eine Ausbildung beginnen und von Anfang an Mitglied einer großen Gemeinschaft sein. Wo gibt es das sonst? Mit der Ausbildung zum Diakon ist von Anfang an die Mitgliedschaft in der  Rummelsberger Brüderschaft verbunden. Die Brüderschaft ist eine Dienst-, Sendungs- und Lebensgemeinschaft von Männern und ihren Partnerinnen und Partnern, die ihr Leben in den Dienst Jesu Christi stellen.

Lebensgemeinschaft bedeutet, dass sich die Frauen und Männer der Gemeinschaft füreinander verantwortlich verstehen. Das findet Ausdruck in gegenseitiger Fürsorge und Seelsorge. Das gemeinschaftliche „Du“ ist ein Zeichen dieser Verbundenheit. Alle Diakone stehen im Amt und im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern. So ist die Brüderschaft auch eine Dienstgemeinschaft. Nach der Einsegnung werden die Diakone bayernweit auf Stellen gesendet. Damit ist die Brüderschaft auch eine Sendungsgemeinschaft.

Einmal im Jahr kommen alle Diakone in Rummelsberg zum Brüdertag und in einer der bayerischen Regionen zu einem Brüderkonvent zusammen. Sie pflegen hierbei die Begegnung, den Austausch über aktuelle diakonische und gemeinschaftliche Themen und stärken sich in der Begegnung und in Gottesdiensten geistlich. Die Einsegnung findet immer in einem Festgottesdienst im Herbst statt. Berufspolitische Themen werden einmal im Jahr gemeinsam mit den Diakoninnen am Tag der Diakone und Diakoninnen beraten.

Der Brüderschaftsrat vertritt die Anliegen der einzelnen Brüder. Der Senior der Brüderschaft ist für die Leitung der Gemeinschaft verantwortlich. Er ist zudem Mitglied im Vorstand der Rummelsberger Diakonie e.V. Einzelne Zuständigkeiten und Verfahren sind im Diakonen- und Diakoninnengesetz, in der Brüderordnung sowie in entsprechenden Ausführungsbestimmungen geregelt.

Zur Brüderschaft gehören rund 900 Männer, ungefähr die Hälfte davon befindet sich im aktiven Dienst, die anderen sind im Ruhestand oder noch in der Ausbildung. Ebenfalls zur Gemeinschaft gehören die Ehefrauen beziehungsweise die Partner und Witwen. Insgesamt sind 1.700 Mitglieder in der Brüderschaft  beheimatet, die aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus für eine Kultur der Achtsamkeit eintreten, diese miteinander leben und sich am Leben und Wirken von Jesus Christus orientieren.

Bereits 1890 traten die ersten acht Diakonenanwärter ihre Ausbildung an, damals noch in Nürnberg, ab 1905 dann im Ort Rummelsberg. 2015 feierte die Rummelsberger Brüderschaft ihr 125. Jubiläum. Die Rummelsberger Diakonie e.V. ist aus der Brüderschaft heraus entstanden. Während der Ausbildung leben die Anwärter und Jungbrüder in Gemeinschaftshäusern in Rummelsberg oder in externen Wohngruppen. Nach der Ausbildung geht der gemeinschaftliche Weg mit der Brüderschaft in unterschiedlichen Formen der Begegnung weiter.

 

Portrait Jonas Adler

#vernetztsein

„Als Diakon vernetzt sein heißt für mich, andere Menschen mit deren Aufgaben und Fähigkeiten zu kennen und mit diesen immer wieder im gegenseitigen Austausch zu sein.

Das Vernetzt-sein ermöglicht dann für meinen Dienst die bestmögliche Koordination nachhaltiger Hilfe für Kollegen*.

Vernetzt sein erzeugt Gemeinschaft im Dienst, im nächsten Auftrag und im Leben.“

Jonas Adler, Diakon und Referent im Betrieblichen Eingliederungsmanagement und in der Betrieblichen Sozialberatung

 

Credo der Brüderschaft

  • Was uns verbindet, ist die Liebe Gottes.
  • Diese Liebe allen Menschen erfahrbar zu machen, ist unser Ziel.
  • Verbindung zu schaffen zwischen Menschen, Dingen und Gott ist unser Auftrag.
  • Allen Wesen verbunden, geschieht unser Tun in Verantwortung.
  • Wir sind eine geistliche Gemeinschaft, getragen vom Evangelium und gegründet in der Nachfolge Jesu Christi.
  • Unser Leben und Dienst verstehen wir als Antwort auf Gottes Sendung.
  • Achtsamkeit gegenüber uns selbst, unseren Nächsten und der Welt ist uns ein Anliegen.
  • Wir respektieren Autoritäten, aber wir fürchten sie nicht.
  • Unser Platz ist an der Seite der Schwachen und Benachteiligten.
  • Im Gebet, im Hören auf Gottes Wort und im gemeinsamen Leben finden wir Kraft und Orientierung.
  • Verbindlichkeit, Fürsorge, Vertrauen und seelsorgerliche Begleitung prägen unser Miteinander.

Die Rummelsberger Brüderschaft ist mehr als eine traditionelle Gemeinschaft – sie ist eine lebendige Bewegung von Menschen, die Mitgefühl und Nächstenliebe aktiv leben. Seit 1890 verbinden wir uns mit dem Ziel, Gutes zu bewirken und füreinander einzustehen. Unsere rund 1.700 Mitglieder setzen sich täglich dafür ein, eine Kultur der Achtsamkeit und des respektvollen Miteinanders zu gestalten. Ob in sozialen Einrichtungen, Gemeinden oder anderen Arbeitsfeldern – wir verstehen uns als Gemeinschaft, die Menschen Halt und Hoffnung gibt. Unsere Wurzeln reichen tief, unser Blick ist nach vorn gerichtet: Gemeinsam schaffen wir Räume der Begegnung und der praktischen Hilfe.

Rummelsberger Brüderschaft

Credo der Brüderschaft

Was uns verbindet, ist die Liebe Gottes.

Diese Liebe allen Menschen erfahrbar zu machen, ist unser Ziel.

Verbindung zu schaffen zwischen Menschen, Dingen und Gott ist unser Auftrag.

Allen Wesen verbunden, geschieht unser Tun in Verantwortung.

Wir sind eine geistliche Gemeinschaft, getragen vom Evangelium und gegründet in der Nachfolge Jesu Christi.

Unser Leben und Dienst verstehen wir als Antwort auf Gottes Sendung.

Achtsamkeit gegenüber uns selbst, unseren Nächsten und der Welt ist uns ein Anliegen.

Wir respektieren Autoritäten, aber wir fürchten sie nicht.

Unser Platz ist an der Seite der Schwachen und Benachteiligten.

Im Gebet, im Hören auf Gottes Wort und im gemeinsamen Leben finden wir Kraft und Orientierung.

Verbindlichkeit, Fürsorge, Vertrauen und seelsorgerliche Begleitung prägen unser Miteinander.

Porträt Benjamin Molinaro

Verbindung zu schaffen zwischen Menschen, Dingen und Gott ist unser Auftrag.

„Wenn ich an Verbindungen denke, denke ich zuerst an die Beziehungen, die in unserer Gemeinschaft wachsen – Freundschaften, Weggemeinschaft, Vertrauen. Wir sind Netzwerker*innen. Sind miteinander und mit anderen verbunden, oft ganz selbstverständlich. Dieser Satz erinnert mich daran, dass die zwischenmenschlichen Verbindungen nicht die einzigen sind, zu denen ich beauftragt bin.

Ich stehe in der Verantwortung, den Menschen, denen ich begegne ihre Verbindung mit Gott, aber auch zu seiner Schöpfung bewusst zu machen. Uns wurde eine wunderschöne Welt gegeben, um in Ihr zu leben. Die Brüderschaft muss verkörpern, dass wir für sie Verantwortung haben.“

Benjamin Molinaro
Diakon und Referent Personalgewinnung Stadtmission Nürnberg

Porträt Rainer Fuchs

Unser Platz ist an der Seite der Schwachen und Benachteiligten.

Unser Platz ist bei Menschen, denen es nicht gut geht. Dort können wir Christus begegnen. Wir gehen nicht als „starke“ Menschen zu „schwachen“ Menschen. Wir gehen als Menschen zu Menschen. Alle sind gleich wichtig. Wir hören zu und haben ein offenes Herz. Wir lassen uns von ihren Geschichten berühren und teilen ein Stück ihrer Sorgen.
Wenn jemand nicht gesehen wird, wollen wir genau hinschauen. Wenn jemand hinfällt, bleiben wir bei ihm. 

Nächstenliebe zeigt sich nicht in großen Worten. Sie zeigt sich darin, dass wir da sind, zuhören und gemeinsam schwere Zeiten aushalten. So wird aus Mitgefühl echte Hoffnung – so, wie es die sieben Werke der Barmherzigkeit sagen.

Bruder Rainer Fuchs
Diakon und Referent Wirkstatt evangelisch für Kirchen- und Gemeindeentwicklung

Porträt Michael Krah

Allen Wesen verbunden, geschieht unser Tun in Verantwortung.

Allen Wesen verbunden: Gottes Liebe hält mich nicht bei mir, sondern stellt mich in Beziehung – zu Menschen, Schöpfung und Welt. In Christus wird Distanz überbrückt; sein Geist weitet mir den Blick und schafft in mir
den freien Platz, den Begegnung auf Augenhöhe braucht: aufmerksam, respektvoll, verlässlich – ohne Eile und ohne Überheblichkeit.

Und wenn ich mich darauf einlasse: Kann ich im Netzwerk unserer Brüderschaft und verwurzelt im Gemeinwesen mitgestalten und handeln - in Verantwortung - meist getrost und zuversichtlich.
Gott öffnet mir, dir, uns die Wege zueinander.

Bruder Michael Krah
Diakon und Seelsorger, Prediger und Liturg der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Rummelsberg.

 

Porträt Michaela Schremser

Wir respektieren Autoritäten, aber wir fürchten sie nicht.

Autorität und autoritäres Verhalten sind nicht das Gleiche. Sie werden aber oft gleichgesetzt. Autoritäres Verhalten und Handeln wird als willkürlicher Machtgebrauch erlebt, als rücksichtsloses Durchsetzen von Zielen.
Echte Autorität handelt respektvoll und zugewandt, gemeinsam mit dem Gegenüber.
Als Christen haben wir dafür ein unschlagbares Vorbild, eine respektierte Autorität: Jesus
Wir fürchten uns nicht, weil wir uns an dieser Autorität orientieren und unser eigenes Verhalten daran prüfen.
Wir machen aufmerksam, wenn Macht missbraucht wird, wir widersprechen, stellen klar und schützen Betroffene.

Michaela Schremser
Mitglied der Brüderschaft

Kontakt

Adresse

Rummelsberger Brüderschaft
Rummelsberg 2
90592 Schwarzenbruck
Deutschland

Telefon
09128 50 23 91
E-Mail
Bruederschaft [at] rummelsberger.net