Kaleidoskop Spiritual Care
19. Februar 2026„Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen“. Und die beiden hatten allerhand zu erzählen- gab es doch bei diesem Wochenende sieben Referate, ein Podiumsgespräch, eine Lesung und zudem eine Auswahl an unterschiedlichen Workshops.
Das Bild des Kaleidoskops war der rote Faden, als Zusammenspiel des Vielen. Cicely Saunders` Impuls, sich in palliativen Situation auch der spirituellen Sorge von Menschen in der letzten Lebensphase zu widmen, ist bis heute eine wichtige Säule in der palliativen Arbeit. Die Suche nach Identität, nach gelingenden Beziehungen und kongruenter Lebensdeutung – gerade im Moment der Krankheit, der Krise und des nahen Todes. Wie in einem Kaleidoskop erscheinen in der Begegnung neue Facetten, Farben und Formen gelebter Spiritualität.
Prof. Dr. theol. Traugott Roser referierte zum Thema „Unbestimmt (aber) eindeutig - Pluralität von Religionen, Weltanschauungen und Methoden als Herausforderung für Spiritual Care und Seelsorge“. In der Unbestimmtheit läge das Problem und zugleich die Chance. Es öffne das Verständnis und die individuelle Freiheit des Klienten. Im Anschluss referierten 4 Vertreter auf dem Podium ihre konstruktiv-kritischen Anregungen aus philosophischer, buddhistischer, jüdischer und muslimischer Denktradition (s. Bild) und diskutierten die unterschiedlichen Ansätze.
Ein weiterer Höhepunkt der Tagung war eine Lesung von Madeleine Hofmann, die Anhand ihrer eigenen Krebserkrankung mit Anfang 30 ein Buch zum Thema „Trost. Was wir alle brauchen“ geschrieben hat. Es kann gerne in unserer Bibliothek ausgeliehen werden.