Wenn der Krieg bis nach Tansania wirkt: Steigende Kosten belasten Faraja Diaconic Center

14. Oktober 2026

Rummelsberg/Tansania – Die Auswirkungen des Irankriegs erreichen auch unser Projekt in Tansania: Besonders das Faraja Diaconic Centre spürt die Folgen, da gestiegene Preise für Diesel oder Düngemittel die Arbeit vor Ort erschweren. Das Zentrum ist in enger Zusammenarbeit mit der Rummelsberger Diakonie und der Rummelsberger Brüderschaft entstanden. Heute unterstützt die Rummelsberger Stiftung - Hilfen für Tansania die Arbeit des Zentrums. Die Landwirtschaft ist eine wichtige Grundlage für die Finanzierung.

Das Faraja Diaconic Centre steht für Ausbildung, Inklusion und konkrete Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Hier werden junge Tansanier zu Diakonen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias fachlich und theologisch ausgebildet. Inzwischen gibt es 70 eingesegnete Diakone. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Unterstützung von Kindern mit Behinderung. Im Zentrum selbst fördern die jungen Diakone mehr als 100 Kinder mit körperlichen Behinderungen in einer Schule mit Internat. Darüber hinaus gibt es fünf Tagesstätten, die sogenannten Tumaini Centres, für Kinder mit geistigen Behinderungen in den umliegenden Kirchengemeinden. 

Gestiegene Kosten, wachsende Sorgen

Gleichzeitig steht das Zentrum vor Herausforderungen. Die landwirtschaftliche Produktion, mit der ein Teil der Arbeit finanziert wird, ist durch die gestiegenen Preise deutlich teurer geworden. Es wird schwieriger, die Arbeit aus eigener Kraft zu finanzieren. „Was hierzulande weit entfernt erscheint, hat für die Menschen in Tansania ganz konkrete Folgen“, sagt Diakon Peter Barbian, Vorstand der Rummelsberger Diakonie und Brüdersenior der Rummelsberger Brüderschaft. Barbian kennt Tansania aus eigener Erfahrung. Er hat mehrere Jahre, in der Funktion des Leiters und Brüderseniors, dort gewirkt und ist bis heute eng mit Land und Menschen verbunden.

Es sei wichtig, dass die Menschen vor Ort ihre Arbeit und ihre Entwicklung selbst in die Hand nehmen können. Das Faraja Diaconic Centre schaffe dafür konkrete Möglichkeiten – durch die Ausbildung der Diakone ebenso wie durch die Unterstützung von Kindern mit Behinderung, so Barbian. „Unsere Unterstützung soll dazu beitragen, dass diese wichtige Arbeit auch unter schwierigen Bedingungen weitergehen kann.“

Über die Stiftung 

Die Rummelsberger Diakonie und die Rummelsberger Brüderschaft unterstützen seit Jahren die Evangelisch-Lutherische Kirche im Norden Tansanias durch Spenden, die direkt vor Ort eingesetzt werden. Aktuell fördert die Rummelsberger Stiftung - Hilfen für Tansania schwerpunktmäßig drei zentrale Projekte: das Projekt Feuerkinder mit dem Nkoaranga Hospital, das Usa River Training Center und das Faraja Diaconic Center.

Spenden tragen dazu bei, die Lebensbedingungen der Menschen in Tansania nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen unter: https://www.rummelsberger-diakonie.de/spenden/stiftung-hilfen-fuer-tansania

Manuelle Arbeit auf dem Feld: Die Diakone des Faraja Diaconic Center in Tansania bekommen die Folgen des Irankriegs in Form von hohen Preisen stark zu spüren.
Manuelle Arbeit auf dem Feld: Die Diakone des Faraja Diaconic Center in Tansania bekommen die Folgen des Irankriegs in Form von hohen Preisen stark zu spüren.
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Faraja Diaconic Center