Zehn Jahre Rummelsberger Kleiderkammer

23. Januar 2026

Mit einem Fest würdigte die Rummelsberger Diakonie ihre aktuellen und ehemaligen Ehrenamtlichen der Rummelsberger Kleiderkammer. Sie halten seit über zehn Jahren mit viel Liebe und Herzblut das Projekt in Schwung. „Mit etwas Verspätung feiern wir das zehnjährige Jubiläum gemeinsam“, hieß es zu Beginn. Die Feier war vor allem mit einem herzlichen Dank an die unermüdlichen Helferinnen verbunden, ohne die das Angebot nicht möglich wäre.

Landrat Armin Kroder hob in seinem Grußwort hervor, wie wichtig dieses Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Es brauche Menschen, die Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen, damit die Gesellschaft nicht weiter auseinanderdrifte. Auch Diakonin Christine Meyer vom Vorstand der Rummelsberger Diakonie dankte den Beteiligten für ihre langjährige und verlässliche Unterstützung. „Ihr Dienst ist wahrhaft diakonisch“, sagte sie. Fremde zu beherbergen und Nackte zu bekleiden, gehöre zu den Kerntugenden der Rummelsberger Diakonie. Bastian Döring als Vertreter der Jugendhilfe betonte die gute Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Team. Wie notwendig das Angebot sei, spürten seine Kolleg*innen und er täglich. Nach wie vor seien geflüchtete Menschen darauf angewiesen, durch Hilfen wie die Kleiderkammer unterstützt zu werden.

Gemeinsam für Bedürftige

Die Rummelsberger Kleiderkammer wurde am 11. November 2015 eröffnet – ein gemeinsames Projekt der Rummelsberger Diakonie und der Gemeinde Schwarzenbruck. Das ursprüngliche Konzept wurde von Klara Heinrich in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Asyl Schwarzenbruck entwickelt. Zum Start im Jahr 2015 brachten sich unter anderem Klara Heinrich, Dr. Günter Breitenbach, Bürgermeister Bernd Ernstberger, das Diakonenehepaar Marlene und Günther Lüdtke sowie viele engagierte Ehrenamtliche ein.

Anfangs halfen 14 Freiwillige, heute tragen acht Ehrenamtliche – Erni Becker, Monika Dreßel, Ursula Grimm, Barbara Kruse, Karin Panesar, Heidi Schmolke, Ulrike Steiner und Margit Wohlfahrt – die Arbeit. Was einst in einem kleinen Zimmer begann, hat sich mittlerweile auf drei Räume und ein Lager ausgeweitet. Hier werden Kleidung, Schuhe, Haushaltswaren und Spielzeug sortiert, aufbereitet und an Menschen in Not ausgegeben – unbürokratisch, würdevoll und mit einem offenen Ohr für jedes Anliegen.

Die Kleiderkammer hat im Laufe der Jahre viele, teils bewegende Geschichten erlebt. So packten die Ehrenamtlichen zu Beginn des Ukraine-Krieges spontan Hilfspakete, um geflüchteten Frauen und Kindern an der Grenze Unterstützung zukommen zu lassen.

Anlässlich des Jubiläums lädt das engagierte Team am Samstag, 7. Februar 2026, von 11 bis 15 Uhr zum Tag der offenen Tür in das Haus Rummelsberg 75 ein. Besucher*innen können die Räumlichkeiten besichtigen, die Arbeit der Kleiderkammer kennenlernen und mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. Kleiderspenden werden an diesem Tag nicht entgegengenommen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen der Kleiderkammer mit Bastian Döring, Diakonin Christine Meyer und Landrat Armin Kroder.
Titel
Die ehrenamtlichen Helferinnen der Kleiderkammer mit Bastian Döring, Diakonin Christine Meyer und Landrat Armin Kroder.
Foto
Diakonin Martina Fritze