Aktivitäten 2021
06. Februar 2021Unterstützung für Usa River und das Nkoaranga-Hospital bleibt dringend notwendig
Die Unterstützung der Menschen rund um Usa River sowie des Nkoaranga-Hospitals muss weiterhin fortgesetzt werden – die Not vor Ort ist nach wie vor groß.
Fünf engagierte Pastoren arbeiten eng mit uns zusammen. In ihren Gemeinden identifizieren sie besonders bedürftige Menschen und versorgen sie unbürokratisch mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und anderen wichtigen Gütern. Im vergangenen Jahr absolvierten diese Pastoren einen SETU-Kurs (Special Education and Training Unit) in Usa River und wurden gezielt auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet.
Während die tansanische Regierung die Pandemie lange Zeit kaum beachtet hat, warnen kirchliche Vertreter eindringlich vor deren Ausbreitung. Sowohl der leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, Fredrick Shoo, als auch der katholische Erzbischof Gervas Nyaisonga äußerten große Sorge über die zunehmende Verbreitung des Coronavirus im Land.
Expertinnen und Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen davon aus, dass sich zuletzt auch Virusmutationen verbreitet haben. Gleichzeitig wird über neue Infektionsketten durch internationale Reisebewegungen diskutiert.
Eine offene öffentliche Diskussion über die Pandemie ist in Tansania nur eingeschränkt möglich. Dennoch berichten Mitarbeitende des Nkoaranga-Hospitals zunehmend von Patientinnen und Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen.
Dank einer glücklichen Fügung konnten die Mitarbeitenden des Reha-Centers in Usa River und des Nkoaranga-Hospitals mit FFP2-Masken versorgt werden. Die vorhandenen medizinischen Masken waren nahezu aufgebraucht, während vor Ort oft nur minderwertige und zugleich teure Schutzmasken erhältlich sind. Die zusätzliche Ausstattung bedeutet für das Personal eine große Entlastung und mehr Sicherheit im Umgang mit potenziell infizierten Patientinnen und Patienten.
Positive Entwicklungen vor Ort
Trotz der schwierigen Gesamtsituation gibt es auch ermutigende Fortschritte:
Am 29. Januar 2021 wurde im neuen Operationstrakt erfolgreich die erste Operation durchgeführt – ein Kind mit einer Ellenbogenfraktur konnte erfolgreich behandelt werden. Das Team um Dr. Kiwesa sowie Anästhesist Patrick leistete hervorragende Arbeit. Der Neubau des OP-Trakts wurde durch die Organisation „Ein Herz für Kinder“ ermöglicht.
Konkrete Hilfe für Familien und Kinder
Das Projekt Feuerkinder setzt seine Unterstützung für besonders hilfsbedürftige Familien und ehemalige Patientinnen und Patienten konsequent fort:
- 5.000 € fließen erneut in einen Hilfsfonds für bedürftige Menschen in den Dörfern rund um den Mount Meru. Die Verteilung erfolgt gemeinsam mit lokalen Partnern vor Ort.
- 500 € werden für Hygieneartikel und Kleidung für bedürftige Schülerinnen und Schüler in Usa River bereitgestellt.
- 500 € erhält das Reha-Zentrum, um die Ernährung der Kinder durch frisches Obst und Gemüse zu verbessern.
- 100 € monatlich unterstützen den ehemaligen Patienten Peter bei seinem Lehramtsstudium in Mwanza.
- 50 € monatlich gehen an das Waisenkind David, um seine Versorgung sicherzustellen.
- 100 € monatlich erhält die Mutter von Daniel. Nach seiner erfolgreichen Behandlung kann Daniel wieder ein unbeschwertes Leben führen. Seine Mutter baut sich mit Unterstützung eine Existenz als Schneiderin und Ladenbesitzerin auf – ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe.
Ein lokales Team aus Sozialarbeitenden begleitet diese Maßnahmen und sorgt für eine transparente und verlässliche Umsetzung vor Ort.
Danke für Ihre Unterstützung
All diese Maßnahmen – sowohl die medizinische Versorgung als auch die soziale Hilfe – sind nur durch großzügige Spenden möglich.
Das Team von Projekt Feuerkinder bedankt sich herzlich für jede Unterstützung und bittet weiterhin um Spenden, um diese wichtige Arbeit fortsetzen zu können.
Für das Projekt Feuerkinder berichtet Dr. Annemarie Schraml (06.02.2021)