Behindertenbeauftragter der Bundesregierung besucht Auhof der Rummelsberger Diakonie

03. November 2026

Hilpoltstein – Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hat den Auhof der Rummelsberger Diakonie besucht. Im Mittelpunkt des Termins stand der Austausch über die Teilhabesituation von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sowie die Diskussion über erfolgreiche Ansätze und bestehende Herausforderungen in der Behindertenhilfe. 

An dem Gespräch nahmen Karl Schulz, Vorstand der Rummelsberger Dienste gAG, Diakon Volker Deeg, Fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung gGmbH, Andreas Ammon, Regionalleiter und Dienststellenleiter Auhof sowie Diakon Christian Gampel, Leiter Bereich Wohnen am Auhof, teil.

Vielfältige Angebote für selbstbestimmtes Leben 

Andreas Ammon stellte die Angebote der Einrichtung vor, in der rund 370 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen leben. Die Bewohner*innen weisen ein breites Spektrum an Bedarfen auf: 46 Prozent haben eine psychiatrische Diagnose, 59 Prozent zeigen herausforderndes Verhalten, ein Drittel ist auf intensive Pflege angewiesen und ein Viertel befindet sich bereits im Rentenalter. Die Bandbreite reicht von leichten geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen bis hin zu schweren Mehrfachbehinderungen oder psychischen Erkrankungen.

Trotz dieser Unterschiede steht für die Rummelsberger Diakonie stets das Ziel im Vordergrund, den Bewohner*innen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dafür bietet die Einrichtung ein umfassendes Spektrum an Unterstützungsangeboten – von verschiedenen Wohnformen über Frühförderung, Schule und heilpädagogische Tagesstätten bis hin zu Förderstätten und Werkstätten.

Fokus: Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf 

Besonderes Interesse zeigte Jürgen Dusel an den konkreten Angeboten für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Diakon Christian Gampel gab ihm einen Einblick in den Alltag einer intensivtherapeutischen Wohngruppe, in der sechs Menschen leben.

Im Gespräch mit den Verantwortlichen der Rummelsberger Diakonie unterstrich Dusel die Bedeutung von Bewusstseinsbildung: „Ich will in einem Land leben, in dem Menschen mit Behinderungen als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger anerkannt sind und ihre Rechte auch einlösen können.“ Dusels Kernbotschaft: Man müsse Sichtbarkeit dafür schaffen, welche konkreten Auswirkungen beispielsweise Einsparungen in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen bedeuteten. Dafür sei es essenziell, dass man Betroffenen selbst Gehör schenke. 

Der Besuch betonte die Notwendigkeit, gemeinsame Verantwortung, Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen konsequent auszubauen. „Der Dialog mit Herrn Dusel bestärkt uns darin, unsere Arbeit weiterzuentwickeln und uns für die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einzusetzen“, sagt Karl Schulz.

v.l.n.r.: Volker Deeg, Fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung gGmbH, Andreas Ammon, Regionalleiter und Dienststellenleiter Auhof, Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Karl Schulz, Vorstand der Rummelsberger Dienste gAG und Diakon Christian Gampel, Leiter Auhof Wohnen
v.l.n.r.: Volker Deeg, Fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung gGmbH, Andreas Ammon, Regionalleiter und Dienststellenleiter Auhof, Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Karl Schulz, Vorstand der Rummelsberger Dienste gAG und Diakon Christian Gampel, Leiter Auhof Wohnen
Foto
Jana Matisowitsch