Brüdertag 2026 in Rummelsberg: Gemeinschaft, Gedenken und Aufbruch
07. Juli 2026Rummelsberg – Vom 3. bis 5. Juli 2026 fand der Brüdertag in Rummelsberg statt. Den Auftakt machte am Freitag ein Festgottesdienst in der Philippuskirche. Diakone und deren Angehörige feierten die Vorstellung eines Jungbruders, die Ehrung der brüderschaftlichen Jubiläen sowie die Eintritte in den Ruhestand.
„Heute feiern wir nicht zuerst Lebensjahre, wir feiern Gottes Treue“, eröffnete Diakon Peter Barbian, Senior der Rummelsberger Brüderschaft und Vorstandsmitglied, den Gottesdienst. Diakon Maik Richter, Leiter des Brüderhauses, stellte in seiner Predigt an die Gemeinde gewandt die Frage „Was habt ihr am 19. Oktober 2014 getan?“ und löste schließlich auf: „Ich kann mich noch genau daran erinnern. Ich war hier in der Philippuskirche, es war meine Einsegnung.“ Es sei ein bewegender Tag für ihn uns seine Mitbrüder gewesen.
Vom Engagement zur Berufung
Ähnlich wie Richter dürfte es Jungbruder Daniel Bürkel ergangen sein, der im Gottesdienst vorgestellt wurde. In eigenen Worten schilderte Bürkel seine Motivation Diakon zu werden. Er habe sich schon lange in der Jugendarbeit engagiert und mit Menschen arbeiten wollen. „Ich wünsche mir eine Kirche, die für alle da ist“, so der 21-Jährige. Mit ihrer offiziellen Vorstellung erhalten Jungbrüder ihr Wahlrecht innerhalb der Brüderschaft.
Anschließend würdigten die Diakone Peter Barbian und Maik Richter die Jubilare. Beachtliche 25 bis 80 Jahre Mitgliedschaft in der Rummelsberger Brüderschaft können die Diakone nachweisen. Das gemeinsame Abendessen bot anschließend Raum für persönliche Begegnungen und lebhaften Austausch. Am Samstag standen verschiedene Workshops zur Wahl, die sich um das Thema „Strategien der Neuen Rechten durchschauen und Haltung entwickeln“ drehten.
Neue Verantwortung, alte Heimat
Den Abschluss des Brüdertags bildete am Sonntag ein Festgottesdienst, in dem Diakon Maik Richter als Leiter des Brüderhauses und stellvertretender Senior der Rummelsberger Brüderschaft offiziell in sein Amt eingeführt wurde. Für den 39-Jährigen ist es eine Rückkehr zu den Ursprüngen: Von 2008 bis 2014 absolvierte Richter seine eigene Ausbildung zum Diakon in der Rummelsberger Brüderschaft. Im April kehrte er nach Stationen als Gemeindediakon in Berg b. Hof und München Nord sowie zuletzt in der Gäste- und Tourismusseelsorge im Kurort Bad Kissingen nach Rummelsberg zurück.