Demenz-Screening-Tag in Altdorf findet großen Zuspruch

27. Oktober 2026

Altdorf/ Rummelsberg – Im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche 2026 veranstaltete die Fachstelle für pflegende Angehörige der Rummelsberger Diakonie am 21. Oktober 2026 in Kooperation mit der Stadt Altdorf und digiDEM Bayern bereits zum dritten Mal einen Demenz-Screening-Tag. Das Angebot wurde gut angenommen: Insgesamt 50 Personen nutzten die Gelegenheit, ihre Gedächtnisleistung mithilfe wissenschaftlich fundierter Kurztests überprüfen zu lassen.

Die qualifizierten Testerinnen führten die Untersuchungen durch und erläuterten den Teilnehmenden die Ergebnisse. Bei den meisten Tests ergaben sich unauffällige Befunde. Dabei gilt: Ein Screening kann erste Hinweise liefern, ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnose. Daher wurde vereinzelt empfohlen, die Gedächtnisleistung durch eine weiterführende neurologische Untersuchung genauer abklären zu lassen. 

Früherkennung schafft Perspektiven

Demenzerkrankungen werden nach wie vor häufig nicht oder erst spät erkannt. Laut einer Studie leben rund 60 Prozent der Menschen mit einer Demenzerkrankung ohne gesicherte Diagnose. Dabei kann eine frühzeitige Abklärung entscheidend sein. „Je früher Demenz erkannt wird, desto früher lernen Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen mit den Krankheitssymptomen umzugehen und desto früher können Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in die Wege geleitet werden“, erklärt Prof. Dr. med. Peter Kolominsky-Rabas. Der Neurologe ist ein Projektleiter von digiDEM Bayern, einem Forschungsprojekt, das sich für eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen einsetzt.

Erfolgreiches Angebot soll fortgeführt werden

Der dritte Demenz-Screening-Tag in Altdorf zeigte, wie wichtig niedrigschwellige Angebote zur Gesundheitsvorsorge und Information sind. Die Möglichkeit, die eigene Gedächtnisleistung unkompliziert überprüfen zu lassen und bei Bedarf Hinweise auf weitere Schritte zu erhalten, stieß auf großes Interesse.

Die positive Resonanz bestärkt die Kooperationspartner darin, das Angebot auch künftig im Blick zu behalten. Ziel bleibt es, für das Thema Demenz zu sensibilisieren, Berührungsängste abzubauen und Menschen mit Gedächtnisproblemen sowie ihre Angehörigen frühzeitig auf geeignete Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen.

Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention fördert die Fachstelle für Pflegende Angehörige und digiDem Bayern. Die demenzsensible Kommune Altdorf erhält eine Förderung durch den bayerischen Demenzfond.

Info Fachstelle für pflegende Angehörige

Franziska Stadelmann von der Fachstelle für pflegende Angehörige im südlichen Nürnberger Land steht während ihrer Bürozeiten zu Fragen rund um das Thema Demenz gerne zur Verfügung. Sie ist erreichbar unter Telefon 09128 502371 oder per Mail an fachstelle-pflegende [at] rummelsberger.net (fachstelle-pflegende[at]rummelsberger[dot]net).

Bürozeiten

Mo., 9.00 bis 12.00 Uhr im Kulturrathaus Altdorf
Di., Mi., Fr., 8.30 bis 12.30 Uhr, Rummelsberg 48
Do., 9.00 bis 12.00 Uhr, Seniorenzentrum Gottfried-Seiler, Zeidlersiedlung 60, Feucht

Diana Hentschel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt digiDEM Bayern, bei einem Demenz-Screeningtest.
Diana Hentschel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt digiDEM Bayern, bei einem Demenz-Screeningtest.
Titel
Diana Hentschel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt digiDEM Bayern, bei einem Demenz-Screeningtest.
Foto
Lucas Westermannn/digiDEM Bayern