„Eine Legende verlässt das Gelände“

25. Juni 2026

Rummelsberg – Mit bewegenden Worten und großer Wertschätzung hat die Rummelsberger Diakonie am Donnerstag, 18. Juni 2026, Diakon Werner Pfingstgraef in den Ruhestand verabschiedet. Nach fast 41 Jahren im Dienst des Unternehmens wurde der langjährige Regionalleiter in der Philippuskirche in Rummelsberg offiziell entpflichtet. „Ein Kreis schließt sich“, sagte Vorstand und Brüdersenior Diakon Peter Barbian in seiner Predigt. „Hier, wo du 1985 eingesegnet wurdest und deinen Dienst als Diakon angetreten hast, nehmen wir heute Abschied.“

Ein Leben für die Begleitung junger Menschen 

Von Anfang an prägte die Begleitung junger Menschen Werner Pfingstgraefs beruflichen Werdegang. Nach einer Ausbildung zum Schlosser folgte sein Entschluss, Diakon zu werden – eine Entscheidung, die ihn nach Rummelsberg führte. Schon während seines Vorpraktikums arbeitete er in einer Jugendhilfeeinrichtung der Diakonie. Später übernahm er Verantwortung für Auszubildende und Schüler*innen im Jugendhilfezentrum und stellte in Krisensituationen, wie etwa nach einem Brand in einer Wohngruppe, seine Fähigkeit, schnell und lösungsorientiert zu handeln unter Beweis.

Ein besonderes Kapitel seines Wirkens begann 2011, als er die Bereichsleitung für Flüchtlinge und Migration übernahm. Was zunächst ein kleiner Aufgabenbereich war, entwickelte sich mit der Flüchtlingsbewegung ab 2015 zu einem Mammutprojekt: In kürzester Zeit baute die Rummelsberger Diakonie unter seiner Leitung rund hunderte Wohngruppenplätze für geflüchtete Menschen auf. „Das war etwas ganz Neues“, erinnert sich Pfingstgraef. 

Dank und Anerkennung zum Abschied

Die Reden zum Abschied machten deutlich, welch prägende Spuren Werner Pfingstgraef bei der Rummelsberger Diakonie hinterlassen hat. Vorstandsmitglied Karl Schulz würdigte ihn als „echtes Rummelsberger Kind“, das die Werte der Diakonie immer „mit Herz, Verstand und klarer Haltung“ gelebt habe. „Sie haben junge Menschen immer ernst genommen und ihnen Perspektiven eröffnet“, betonte Schulz.

Auch externe Partner*innen lobten seine Arbeit. Ruth Muschelin von der Regierung Mittelfrankens dankte für seine „Beharrlichkeit und Weitsicht“, die maßgeblich zur erfolgreichen Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter beigetragen habe. Frank Schmidt vom Jugendamt Nürnberg hob die „vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit“ hervor, während Stefan Reither vom Waisenhaus e.V. Pfingstgraefs „Blick für das Große wie für die kleinen Dinge“ hervorhob.

Ein würdiger Abschluss 

Sein Nachfolger Markus Allwang, der die Regionalleitung übernimmt, dankte Pfingstgraef für die gemeinsame Zeit: „An deinem Erfahrungswissen teilhaben zu dürfen, war mir eine große Ehre.“ Zum Abschied überreichte er ihm eine Tasse und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Eine Legende verlässt das Gelände“ – ein Motto, das die Stimmung des Tages perfekt einfing.

Die Rummelsberger Diakonie wünscht Werner Pfingstgraef für seinen Ruhestand alles Gute, Gesundheit und viel Zeit für neue Perspektiven – ganz im Sinne seines Lebensmottos: „Junge Menschen ernst nehmen und ihnen Wege eröffnen.“

  • „Eine Legende verlässt das Gelände“ – mit diesem Spruch verabschiedet Markus Allwang Diakon Werner Pfingstgraef. Allwang übernimmt die Regionalleitung in der Rummelsberger Jugendhilfe.
    „Eine Legende verlässt das Gelände“ – mit diesem Spruch verabschiedet Markus Allwang Diakon Werner Pfingstgraef. Allwang übernimmt die Regionalleitung in der Rummelsberger Jugendhilfe.
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    Lisa Vogel
  • Bei einem feierlichen Gottesdienst wurde Diakon Pfingstgraef von seinen Pflichten entbunden.
    Bei einem feierlichen Gottesdienst wurde Diakon Pfingstgraef von seinen Pflichten entbunden.
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    Lisa Vogel
  • Nach fast 41 Dienstjahren bei der Rummelsberger Diakonie verabschiedet Vorstandsmitglied Karl Schulz „einen Menschen mit Herz, Verstand und klarer Haltung“.
    Nach fast 41 Dienstjahren bei der Rummelsberger Diakonie verabschiedet Vorstandsmitglied Karl Schulz „einen Menschen mit Herz, Verstand und klarer Haltung“.
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    Lisa Vogel
  • Diakon Werner Pfingstgraef wurde am 18. Juni in der Rummelsberger Philippuskirche offiziell von seinen Pflichten entbunden.
    Diakon Werner Pfingstgraef wurde am 18. Juni in der Rummelsberger Philippuskirche offiziell von seinen Pflichten entbunden.
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    Lisa Vogel