Hitzeschutz in der Pflege: Workshop im Rummelsberger Stift Leipheim setzt Impulse für „Cool pflegen“

06. August 2026

Leipheim – Steigende Temperaturen und Hitzewellen stellen Pflegeeinrichtungen vor große Herausforderungen. Wie können Einrichtungen Pflegekräfte und pflegebedürftige Menschen vor Hitze schützen? Antworten darauf gab der Workshop des Projekts „Cool pflegen – Hitzeschutz in der Pflege in Bayern“, der Ende Juli im Rummelsberger Stift Leipheim stattfand. In Kooperation mit dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) bot die Veranstaltung praxisnahe Einblicke, neue Erkenntnisse und wertvolle Handlungsempfehlungen für den Hitzeschutz in der Pflege.

Fachlicher Austausch und praktische Lösungen

Izabela Kurpas, Einrichtungsleiterin des Rummelsberger Stifts Leipheim, begrüßte die Teilnehmer*innen aus verschiedenen Bereichen: vollstationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, eine Kindertageseinrichtung sowie eine Vertreterin des örtlichen Landratsamtes. Die Referent*innen Daniel Willeke und Sophie Seiler vom LMU Klinikum München führten durch das Programm und vermittelten wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zum Thema Hitzeschutz.

Ein besonderes Highlight war die abschließende Haus- und Gartenbegehung, bei der die Expert*innen konkrete Tipps zur Klimaanpassung und zum Hitzeschutz gaben – von baulichen Maßnahmen bis hin zu Verhaltensempfehlungen.

Bayernweites Projekt für mehr Hitzekompetenz

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Cool pflegen: Hitzeschutz – Pflege in Bayern“, das vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert wird. Ziel ist es, Pflegekräfte und Einrichtungen dabei zu unterstützen, wirksame Hitzeschutzmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Herzstück ist die Internetplattform www.cool-pflegen.de, die praxisnahe Handlungshilfen, Wissensdatenbanken und Fördermittelinformationen bereitstellt. Besonders hervorzuheben ist der niedrigschwellige Zugang zu den Inhalten, der auch Pflegekräfte mit Migrationshintergrund anspricht.

Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe 

„Hitzeschutz ist keine Zukunftsaufgabe, sondern eine Investition in die Gesundheit von Pflegekräften und pflegebedürftigen Menschen“, betont Einrichtungsleiterin Kurpas. Die Veranstaltung in Leipheim hat gezeigt: Durch Vernetzung, Wissenstransfer und praktische Maßnahmen kann die Pflege widerstandsfähiger gegen Hitze werden.

Die Rummelsberger Diakonie setzt beim Thema konsequent an: Für jede Einrichtung der Altenhilfe gibt es eine Handlungsempfehlung bei Hitze. Diese orientieren sich an den bundeseinheitlichen Empfehlungen des Qualitätsausschusses Pflege zum Einsatz von Hitzeschutzplänen in Pflegeeinrichtungen und -diensten. Die Rummelsberger Diakonie arbeitet kontinuierlich daran, die Situation für Klient*innen und Mitarbeitende zu verbessern. Maßnahmen wie der Workshop „Cool pflegen“ sind zwingend notwendige Investition in die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Bewohner*innen und in tragbare Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte.

Wissenschaftliche Expertise für die Praxis: Daniel Willeke vom LMU Klinikum gab den Teilnehmenden wirksame Hitzeschutzmaßnahmen mit an die Hand.
Wissenschaftliche Expertise für die Praxis: Daniel Willeke vom LMU Klinikum gab den Teilnehmenden wirksame Hitzeschutzmaßnahmen mit an die Hand.
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Izabela Kurpas