Neues Wohnprojekt in Mainleus: Ortsentwicklung durch Inklusion

28. Juli 2026

Mainleus – Die Rummelsberger Diakonie baut ihr Wohnangebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf in Mainleus weiter aus. Der Umbau der ehemaligen Gastwirtschaft „Schwarzer Adler“ am Konrad-Popp-Platz durch den Partner Mainleus Invest erhielt nun die Zusage einer Förderung von knapp 1,7 Millionen Euro aus dem bayerischen Programm „PflegeSoNah“. In dem historischen Gebäudeensemble sollen künftig zwei neue Wohngruppen für Bewohner*innen des Hauses Schmeilsdorf sowie die Verwaltung der Einrichtung entstehen. Durch den Einzug wird der Ortskern weiter belebt und die knapp 30 Bewohner*innen der Einrichtungen können beispielsweise ihre Einkäufe in der nahen Bäckerei oder Metzgerei erledigen oder die im Ort ansässigen Arztpraxen zu Fuß erreichen. 

Wohnangebot für erwachsene Menschen mit Behinderung

„Mainleus Mitte“ ist eine vollstationäre Einrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderung. Qualifizierte Mitarbeitende fördern, versorgen und betreuen die Klient*innen dort in unterschiedlichen Wohnformen. Tagsüber besuchen sie die hauseigene Werkstatt für Menschen mit Behinderung, externe Werkstätten oder nehmen an tagesstrukturierenden Maßnahmen teil. 

Ziel aller Bemühungen ist es, die bestmöglichen Voraussetzungen für die Eingliederung der Klient*innen in die Gesellschaft zu schaffen und ihnen im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten größtmögliche Selbstbestimmung und Selbständigkeit zu ermöglichen.

Umzug von Schmeilsdorf nach Mainleus

Das Haus Schmeilsdorf befindet sich bereits seit einiger Zeit im Wandel. Nach einem Teilumzug in den Mainpark Kulmbach im Jahr 2024 und dem Einzug in die Wohngruppe „Altes Kino“ in Mainleus im März dieses Jahres folgt nun der nächste große Schritt: Die verbliebene Einrichtung in Schmeilsdorf wird in das nahe gelegene Mainleus verlegt. Bis zum geplanten Umzugstermin im Herbst 2028 soll dort ausreichend Wohnraum für alle Bewohner*innen und Mitarbeitenden geschaffen werden. 

„Mit dem neuen Wohnprojekt schaffen wir für unsere Bewohner*innen ein modernes Zuhause mitten im Ort – mit Einzelzimmern, eigenem Bad und kurzen Wegen zu allem, was den Alltag erleichtert.“, so Karin Lochner-Eber, Einrichtungsleitung des Hauses Schmeilsdorf.

Zwei Wohngruppen mit Dachterrasse

Im ehemaligen Gasthaus „Schwarzer Adler“ bleiben die im Erdgeschoss ansässige Metzgerei sowie die Physiopraxis im angrenzenden Nebengebäude erhalten. Zusätzlich entsteht dort wieder eine Gastwirtschaft mit kleiner hauseigener Brauerei, die neues Leben in den Ortskern bringen soll. 

Die oberen Stockwerke des Gebäudes werden komplett zurückgebaut und für die Rummelsberger Diakonie neu errichtet. Im ersten und zweiten Obergeschoss entstehen zwei Wohngruppen mit Einzelzimmern und eigenem Bad. Im dritten Obergeschoss wird eine großzügige Dachterrasse gebaut, die den Bewohner*innen als Ausgleich für den fehlenden Garten dient. In den Nebengebäuden im Hinterhof entstehen die neue Verwaltung sowie Räume für Hausmeister und -technik.

Das Bauprojekt am Konrad-Popp-Platz wird von „Mainleus Invest“ umgesetzt. Mit dem Unternehmen als Partner wurde bereits der Umbau des „Altes Kinos“ sehr erfolgreich realisiert. „Wir freuen uns, mit der Rummelsberger Diakonie ein weiteres Projekt in Mainleus zu realisieren, das Tradition und moderne Wohnqualität miteinander verbindet“, erklärte Sebastian Türk, Geschäftsführer der Mainleus Invest.

Unterstützung für wohnortnahen Ausbau

Über knapp 1,7 Millionen Euro Förderung aus dem Programm „PflegeSoNah“ können sich alle Beteiligten freuen. Der Freistaat Bayern unterstützt damit den wohnortnahen Ausbau von Pflege- und Betreuungsangeboten. Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, betonte, wie wichtig die finanzielle Unterstützung bedarfsgerechter und lokaler Versorgungsstrukturen sei. Dieses Projekt zeige, wie durch die Zusammenarbeit von freien Trägern, privaten Investoren und dem Land moderne Wohnangebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf entstehen können.

Das „Haus Schmeilsdorf“ gehört zu den Rummelsberger Diensten für Menschen mit Behinderung (RDB). Die RDB gehört als gemeinnütziges Unternehmen zur Rummelsberger Diakonie. Unter dem Dach der RDB sind stationäre und ambulante Angebote für Menschen mit Behinderung zusammengefasst. Rund 3.500 Klient*innen nehmen die Dienstleistungen von mehr als 2.500 Mitarbeitenden in Anspruch.

Freuen sich über das Projekt: Tino Heß (Juli Architektur Kulmbach), Karin Lochner-Eber (Dienststellenleitung Haus Schmeilsdorf + Mainpark, Rummelsberger Diakonie), Dieter Pöhlmann (zweiter Bürgermeister Mainleus), Jonas Gleich (Landrat Landkreis Kulmbach), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit), Henry Schramm (Bezirkstagspräsident Oberfranken), Sebastian Türk (Mainleus Invest), Christina Flauder (Behindertenbeauftragte Bezirk Oberfranken), Karl Schulz (Vorstand Rummelsberger Diakonie)
Freuen sich über das Projekt: Tino Heß (Juli Architektur Kulmbach), Karin Lochner-Eber (Dienststellenleitung Haus Schmeilsdorf + Mainpark, Rummelsberger Diakonie), Dieter Pöhlmann (zweiter Bürgermeister Mainleus), Jonas Gleich (Landrat Landkreis Kulmbach), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit), Henry Schramm (Bezirkstagspräsident Oberfranken), Sebastian Türk (Mainleus Invest), Christina Flauder (Behindertenbeauftragte Bezirk Oberfranken), Karl Schulz (Vorstand Rummelsberger Diakonie)
Foto
Leonhard Kemnitzer