Zehn Jahre Brücken bauen: Pressesprecher der Rummelsberger Diakonie in den Ruhestand verabschiedet
20. März 2026Rummelsberg – Diakon Georg Borngässer ist am Mittwoch, 17. März 2026, offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Als Pressesprecher und Leiter der Abteilung Kommunikation war Borngässer die vergangenen zehn Jahre für die Rummelsberger Diakonie tätig. Zur Verabschiedung in die Philippuskirche kamen zahlreiche Kolleg*innen, Freund*innen und Weggefährt*innen, um Borngässer zu würdigen. Diakonin Christine Meyer, Älteste der Diakoninnengemeinschaft und Vorstandsmitglied, führte zusammen mit Vorstandskollegin Diakonin Prof. Ellen Eidt, durch den Gottesdienst.
„Heute verabschieden wir jemanden, der über viele Jahre ein Gesicht, eine Stimme und ein Herz der Rummelsberger Diakonie war“, eröffnete Meyer die Andacht. „Ein Mensch, der Worte sorgfältig gewogen und Wege der Verständigung gesucht hat – ohne dabei stolz und überheblich zu werden“, so Christine Meyer. Borngässer habe gewusst, dass Kommunikation nicht nur Technik, sondern auch Beziehung bedeute. „Und Beziehungen brauchen Ehrlichkeit.“ Damit schlug Meyer den Bogen zu Diakonin Prof. Ellen Eidt.
Diakonin Prof. Ellen Eidt knüpft an Magnificat an
Beziehungen bräuchten auch Barmherzigkeit, so Eidt, Vorständin Theologie & Bildung. Deshalb passe dieser Anlass wunderbar zum Magnificat (Anm. d. Red.: Bibelstelle im Lukasevangelium). Barmherzigkeit ohne Wahrheit sei kraftlos, so Eidt. „Das Magnificat verbindet beides: Gott sieht klar, Gott urteilt gerecht – und gerade deshalb handelt Gott voller Gnade.“
Georg Borngässer habe sich immer darum bemüht, dass Kommunikation nicht nur beschönige, aber immer auch aufrichtet, so Diakonin Meyer die an die Bibelstelle anknüpfte. Er habe vorgelebt, „dass man Menschen die Wahrheit zumuten darf – weil man ihnen gleichzeitig Barmherzigkeit zutraut.“ Sie dankte Borngässer für seinen Dienst, er habe gezeigt, „dass Worte Brücken bauen können, die Menschen und Organisationen tragen und der Verständigung dienen.“ Diakonin Christine Meyer und Diakonin Prof. Ellen Eidt entpflichteten Borngässer offiziell und gaben ihm den Segen für den neuen Lebensabschnitt.
Vorstand Dr. Tobias Gaydoul würdigte die Arbeit des Pressesprechers ebenfalls. Fast zehn Jahre auf den Tag genau habe Diakon Georg Borngässer in Rummelsberg verbracht. „Zehn Jahre, die geprägt waren von Veränderungen.“ Auch Rummelsberg habe sich in dieser Zeit verändert, die Anforderungen an das Unternehmen, aber auch die Tonlage in der Gesellschaft habe sich ein Stück weit gewandelt. Im Hintergrund habe Borngässer vieles bewegt, was oft unsichtbar blieb. Dafür dankte Gaydoul ebenso, wie für Borngässers Diplomatie.
„Echte Beziehungen zählen“
Zuletzt verabschiedete sich der Pressesprecher selbst. In Anlehnung an die „sieben Werke der Barmherzigkeit“, welche die Grundlage der diakonischen Arbeit darstellen, dankte Diakon Georg Borngässer in sieben Punkten seinen Wegbegleiter*innen. Von seinem Start 2016 über seine Kolleg*innen, die Begegnungen mit den Menschen in den Rummelsberger Einrichtungen bis hin zu den aufgebauten Netzwerken: „Es war jeden Tag eine Freude, hier zu arbeiten.“ Zum Schluss stimmte Borngässer nachdenkliche Worte an. Er betonte, dass auch in Zeiten, in denen Reichweite und Klicks oft im Mittelpunkt stünden, seien es die echten Beziehungen zu den Menschen, die zählen und tragen.
Die Rummelsberger Diakonie dankt Diakon Georg Borngässer für sein unermüdliches Engagement. Für den neuen Lebensabschnitt wünscht das Unternehmen ihm Gesundheit, viele erfüllende Momente und Gottes Segen.